1. Bundesliga 17/18
| 16.24 Uhr

"Nicht grundsätzlich ausschließen"
HSV-Chef Bruchhagen offen für Änderungen der 50+1-Regel

Hamburger SV: Heribert Bruchhagen offen für Änderungen der 50+1-Regel
Heribert Bruchhagen ist seit 2016 Vorstandschef in Hamburg. FOTO: dpa, mb jhe
Hamburg. HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat sich für eine Lockerung bei der 50+1-Regel ausgesprochen. Gleichzeitig wies er Vorwürfe zurück, Klaus-Michael Kühne greife ins operative Geschäft der Hamburger ein.

Die Vorschrift habe "dazu geführt, dass die Bundesliga nach wie vor die beste und die gesündeste Liga der Welt ist. Trotzdem haben wir klare Tendenzen, dass Mannschaften mit Investoren, die mehr als 50 Prozent halten dürfen, immer mehr eine bedeutende Rolle spielen, zu Lasten der großen Traditionsvereine", sagte Bruchhagen in der Sendung "Heimspiel!" im hr-fernsehen.

Die 50+1-Regel besagt, dass Kapitalanleger nicht die Mehrheit an Klubs übernehmen dürfen, die ihre Profimannschaft ausgegliedert haben. Ausnahmen können genehmigt werden, wenn ein Investor den Verein mehr als 20 Jahre ununterbrochen und erheblich gefördert hat.

"Wir sollten sehr vorsichtig sein mit Veränderungen dieser Regel, aber wir sollten es nicht grundsätzlich ausschließen", sagte Bruchhagen und wies Vorwürfe zurück, Klaus-Michael Kühne greife beim HSV ins operative Geschäft ein: "Das kann nur jemand sagen, der mich nicht kennengelernt hat. Herr Kühne ist ein großer Anhänger unseres Vereins, er ist ein Fußballenthusiast, und er hat uns wiederholt geholfen. Aber dass er Macht ausübt, das ist eine groteske Vorstellung."

(sid)
 
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