1. Bundesliga 17/18
| 15.28 Uhr

Alkoholfahrt ohne Führerschein
Polizei ermittelt nach Verkehrsunfall gegen HSV-Profi Janjicic

Hamburger SV: Polizei ermittelt nach Verkehrsunfall gegen Vasilije Janjicic
FOTO: dpa, chc
Hamburg . Vasilije Janjicic droht Ärger durch die Justiz. Nach einem Verkehrsunfall in der Nacht zu Donnerstag ermittelt die Polizei gegen den 19 Jahre alten Mittelfeldspieler vom Hamburger SV.

Laut Klubangaben war der Schweizer "als Fahrer seines Privatwagens alkoholisiert und ohne gültigen Führerschein in einen Unfall auf der Autobahn A7 verwickelt". Der HSV, der am Donnerstagmorgen von Janjicic informiert worden war, kündigte eine "empfindliche Strafe" an.

Laut Polizeibericht soll ein 19-jähriger Schweizer bei einem Überholmanöver hinter dem Elbtunnel mit seinem Mercedes "mit überhöhter Geschwindigkeit" und "ungebremst" auf einen Toyota aufgefahren sein. Beide Fahrzeuge schleuderten daraufhin über die Fahrbahn, stießen gegen einen Sattelzug und knallten dann in die Leitplanke, bevor sie schließlich zum Stehen kamen. Die A7 wurde nach dem Unfall in Fahrtrichtung Süden für drei Stunden voll gesperrt.

"Da war ein riesiges Trümmerfeld, weshalb die Sperrung auch notwendig war", sagte ein Sprecher der Polizei dem Hamburger Abendblatt. Janjicic und seine beiden Mitfahrer blieben unverletzt, der Toyota-Fahrer erlitt dem Blatt zufolge eine Kopfplatzwunde. Nach Angaben der Polizei hat der Unfallverursacher, der sich anschließend als sein Zwillingsbruder ausgegeben haben soll, einen Atemalkoholwert von 0,64 Promille gehabt.

"Wir haben Vasilije sehr deutlich gesagt, dass wir sein Verhalten für verantwortungslos halten, es nicht tolerieren und ihn eine entsprechende Sanktion erwartet", sagte Hamburgs Sportchef Jens Todt. Der Direktor Profifußball betonte aber auch, "dass wir Vasilije nicht fallenlassen werden. Das Wichtigste ist erst einmal, dass sich niemand ernsthaft verletzt hat. Er ist ein junger Mann, der aus diesem Fehler lernen und ihn verantworten muss."

Janjicic, der seit 2016 beim HSV unter Vertrag steht und bislang zehn Bundesliga-Spiele für die Rothosen bestritt, gab sich reumütig. "Ich habe einen schwerwiegenden Fehler begangen und weiß, dass ich die Folgen meines Fehlverhaltens nun verantworten muss", wird er in der Pressemitteilung zitiert: "Ich möchte mich erst einmal bei allen Unfall-Beteiligten, bei meinen Mannschaftskollegen und beim HSV entschuldigen."

(sid)
 
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