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| 07.46 Uhr

Kommt jetzt Bader?
Hannover bestätigt Trennung von Dufner

Bundesliga 12/13: Dufner in Hannover vorgestellt
Bundesliga 12/13: Dufner in Hannover vorgestellt FOTO: dpa, skn nic
Dirk Dufner wirft bei Hannover 96 hin. Der 47-Jährige erklärte am Dienstag überraschend seinen Abschied vom Bundesligisten zum 31. August – auf eigenen Wunsch.

"Ich sehe meine Aufgabe als erfüllt an, weil alle wesentlichen Transferentscheidungen getroffen sind und der Kader für die kommende Spielzeit steht", sagte Dufner, dessen Vertrag eigentlich noch bis Sommer 2016 lief.

Im April 2013 hatte Dufner die Nachfolge von Jörg Schmadtke als 96-Sportchef angetreten - aus dessen Schatten trat er aber nie wirklich heraus. Der Zeitpunkt der Trennung kommt dennoch unerwartet. Zwar war bereits zum Ende der Vorsaison heftig über eine Ablösung Dufners bei den Niedersachsen spekuliert worden, der mächtige Klub-Boss Martin Kind hatte ihm trotz einer enttäuschenden Spielzeit und Platz 13 dann aber doch das Vertrauen ausgesprochen.

Wirklichen Rückhalt schien Dufner in Hannover aber nicht mehr zu spüren. Zuletzt sei er mit der Bitte um Beendigung der Zusammenarbeit an den Klub herangetreten, teilte 96 mit. "Diese Entscheidung ist zu respektieren. Wir danken Herrn Dufner für die Zeit der Zusammenarbeit", sagte Kind, der in den vergangenen Tagen vertrauliche Gespräche mit Dufner geführt hatte. Als Nachfolger wird Martin Bader gehandelt. Der 47-Jährige hatte sich zuletzt mit dem Zweitligisten 1. FC Nürnberg auf eine einvernehmliche Auflösung seines Vertrages zum 30. September geeinigt.

Kind selbst hatte am Ende der vergangenen Saison öffentlich von Stagnation gesprochen und damit Dufner kritisiert, seinem Sportdirektor aber nach dem geglückten Klassenerhalt zugestanden, seinen bis zum 30. Juni 2016 laufenden Vertrag zu erfüllen. Zuvor war der Jurist wegen seiner Transferpolitik in die Schusslinie geraten. So entwickelte sich der damalige Königstransfer Joselu schnell zum Flop, der fünf Millionen Euro teure Torjäger kam in der entscheidenden Saisonphase nicht mehr zum Einsatz. Für den Weiterverkauf des Spaniers zu Stoke City für acht Millionen Euro erhielt Dufner dann wieder von allen Seiten Lob.

Angekreidet wurde ihm dagegen, dass ausgerechnet der ehemalige Kapitän und absolute Leistungsträger Lars Stindl den Verein für eine festgeschriebene Ablösesumme von nur drei Millionen Euro zu Borussia Mönchengladbach verlassen durfte. Schon im Mai stand Dufner deshalb vor dem Aus in Hannover - trotzdem gaben die Niedersachsen am 28.
Mai bekannt, er solle seinen Vertrag erfüllen.

Was nun zum offensichtlichen Bruch zwischen Kind und Dufner geführt hat, ist nicht bekannt. Der Manager verjüngte zuletzt den Kader und verlieh dem Team durch die Transfers der Freiburger Oliver Sorg und Felix Klaus, der beiden Angreifer Mevlüt Erdinc (AS St. Etienne) und Charlison Benshop (Fortuna Düsseldorf) sowie der Talente Uffe Bech (Nordsjaelland/Dänemark) und Allan Saint Maximin (AS St. Etienne) mehr Qualität in der Breite. Kind hatte ihn für die Transfers zuletzt sogar gelobt.

(sid)
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