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| 15.48 Uhr

Vertrag bis 2018
Stendel bleibt nun doch Trainer von Hannover 96

Fotos: Hannover präsentiert Stendel als Trainer vor
Fotos: Hannover präsentiert Stendel als Trainer vor FOTO: dpa, jst hak
Hannover. Nun also doch: Daniel Stendel bleibt auch in der kommenden Saison Trainer von Bundesliga-Absteiger Hannover 96. Das teilte der Verein am Freitag mit.

Nicht Mirko Slomka, nicht Markus Kauczinski, nicht Kosta Runjaic - Trainer-Nobody Daniel Stendel soll Bundesliga-Absteiger Hannover 96 zum direkten Wiederaufstieg führen. Am Freitag beförderten die Niedersachsen den bisherigen Interimstrainer zum Chefcoach und statteten den 42-Jährigen überraschend mit einem Vertrag bis 2018 aus. Zuletzt war Ex-Trainer Slomka als Favorit auf den Posten gehandelt worden, auch andere Kandidaten mit prominenten Namen wurden gehandelt.

"Es wird eine Herausforderung sein. Die Aufgabe ist unglaublich reizvoll", sagte Stendel, der am 4. April den gescheiterten Thomas Schaaf auf der 96-Bank abgelöst hatte. Eigentlich sollte Stendel nach der Saison wieder zurück zur U19 des Klubs, doch die zuletzt mutigeren und leidenschaftlicheren Auftritte unter Stendel ließen Klubchef Martin Bader und Geschäftsführer Martin Bader nun offenbar umdenken. Zudem hatten sich zahlreiche 96-Fans in den sozialen Medien gegen eine Rückhol-Aktion von Slomka ausgesprochen.

Nun soll es ein Eigengewächs richten. "Daniel hat über Jahre im Nachwuchs von Hannover 96 seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt. In den vergangenen Wochen konnten wir uns nun auch ein Bild davon machen, wie er als Trainer im Profibereich erfolgreich arbeiten kann", sagte Bader. Mit Stendel an der Seitenlinie holte Hannover 96 aus den letzten drei Spielen fünf Punkte, der Abstieg der Niedersachsen steht aber bereits fest. Der Ex-Profi machte jedoch auch nie einen Hehl daraus, dass ihn der Job als Cheftrainer reizt. "Er ist 96er durch und durch", sagte Bader: "Mit der festen Verpflichtung von Daniel Stendel wollen wir auch verdeutlichen, wie wichtig uns Identifikation mit und emotionales Verständnis für den Klub sind."

Seit 1999 ist Stendel mit einer kurzen Unterbrechung im Klub, 2002 stieg er mit den "Roten" auf (16 Treffer), seit 2007 arbeitet der Ex-Stürmer als Nachwuchstrainer in Hannover. Nun die Beförderung und der klare Auftrag: Wiederaufstieg. Dieses Ziel hat Präsident Kind zuletzt immer wieder ausgegeben: "Wir sind gefallen, also müssen wir wieder aufstehen."

Stendel gilt als Fanliebling, mit seiner hemdsärmeligen Art begeistert er die Anhänger. Er spielt nicht den Trainer-Philosophen, sondern gilt als ehrlicher Malocher, der handfeste Arbeit abliefert. "Es macht viel Spaß mit dieser Mannschaft zu arbeiten", sagte Stendel, der noch einmal seine besondere Beziehung zum Klub unterstrich: "Und weil sich Hannover 96 für mich nicht nur wie ein normaler Arbeitgeber darstellt, sondern weitaus mehr ist, ist die Vorfreude auf die restlichen Spiele in der Bundesliga und auf die kommende Saison in Liga 2 riesengroß." Doch am Ende muss dann auch der Wiederaufstieg stehen.

(areh/sid)
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