1. Bundesliga 16/17
| 08.20 Uhr

Motorradfahrer zielt auf Fahrer
Anschlag auf Hertha-Bus: "Das ist schlicht Wahnsinn"

Michael Preetz – Düsseldorfer, Torjäger, Hertha-Manager
Michael Preetz – Düsseldorfer, Torjäger, Hertha-Manager FOTO: dpa, meh jai
Bielefeld. Der Teambus von Hertha BSC ist am Sonntag in Bielefeld beschossen worden. "Unfassbar! Auf dem Weg zum Pokalspiel wurde unser Mannschaftsbus beschossen. Zum Glück ist keiner verletzt!", teilte der Berliner Fußball-Bundesligist am Sonntag via Twitter mit.

"Es war ein Schuss, aber wir können nicht sagen, was die Motivation war. Der Busfahrer hat sofort die Polizei gerufen, und jetzt läuft die Fahndung nach dem Täter", sagte Hertha-Manager Michael Preetz dem Onlineportal SPORT1: "Das war ein Anschlag auf Leib und Leben und ist kein Kavaliersdelikt. Das ist schlicht Wahnsinn."

 

 

Im TV-Sender Sky berichtete Preetz, dass der Busfahrer die Mannschaft am Bielefelder Bahnhof habe abholen wollen. Dabei sei er von einem Motorradfahrer überholt worden. "Mit einer Drohgebärde, mit der ausgestreckten Faust ist er an ihm vorbeigefahren in den nächsten Kreisverkehr." Dort, so Preetz, habe der Täter gewendet. "Dann ist er auf ihn zugekommen, hat die Pistole gezückt und geschossen."

Die Bielefelder Polizei bestätigte den Zwischenfall und hat die Ermittlungen aufgenommen. "Es waren keine Spieler im Bus", sagte Polizeisprecher Achim Ridder der dpa.

Die Frontscheibe des blauen Hertha-Busses war getroffen worden, durchschossen wurde sie nicht. Die Berliner veröffentlichten auf ihrem Twitter-Account Fotos von der Einschuss-Stelle in der Windschutzscheibe in Kopfhöhe des Busfahrers. "Zum Glück ist der Schuss nicht durch die Windschutzscheibe durchgebrochen. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon und ist zum Glück unverletzt geblieben", sagte Preetz.

Montagabend Spiel in Bielefeld

Hertha bestreitet am Montagabend das DFB-Pokalspiel beim Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld. Im Vorjahr waren die Berliner in Bielefeld im Elfmeterschießen in der zweiten Runde ausgeschieden.

Preetz glaubt nicht, dass der Vorfall Auswirkungen auf das Pokalspiel haben wird. "Die Mannschaft war im Zug und hat unmittelbar von dem Vorfall nichts mitbekommen", sagte er. Der Hertha-Manager forderte: Man solle "nicht die Tat eines Einzelnen auf das gesamte Spiel herunterbrechen."

(dpa)
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