1. Bundesliga 16/17
| 14.37 Uhr

Berlin hält zu Jungstar
Kurt trotz Ärger mit der Justiz gegen Köln in Herthas Kader

Hertha BSC: Sinan Kurt trotz Ärger mit der Justiz gegen den 1. FC Köln im Kader
Sinan Kurt soll Penis-Bilder verschickt haben. FOTO: dpa, paz fux
Berlin. Offensivspieler Sinan Kurt steht bei Bundesligist Hertha BSC trotz seiner laufenden Auseinandersetzung mit der Justiz im Kader für die Begegnung mit dem 1. FC Köln. Das bestätigte Trainer Pal Dardai zwei Tage vor dem Topspiel am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker).

Wie die "Bild" berichtet hatte, soll der 20-Jährige Bilder seines erigierten Gliedes an Minderjährige versendet haben. Die Eltern eines Mädchens erstatteten demnach aufgrund der Fotos anschließend offenbar bei der Polizei Anzeige. Nach entsprechenden Ermittlungen wurde ein Strafbefehl über 20.000 Euro gegen Kurt erlassen.

Der Klub äußerte sich auch am Donnerstag nicht zu den Vorwürfen, die Kurt selbst bestreitet. "Es gibt nichts zu sagen, wir äußern uns nichts dazu. Es gilt im Moment die Unschuldsvermutung", sagte Manager Michael Preetz: "Sportlich ist Sinan jetzt gut unterwegs und hat sich gut entwickelt, er ist nah dran."

Kurt war während der vergangenen Saison von Rekordmeister Bayern München in die Hauptstadt gewechselt. In der laufenden Spielzeit stand er bislang nur gegen den Hamburger SV für eine Minute auf dem Platz. Kurt wird gegen den Strafbefehl Rechtsmittel einlegen, wie sein Berater Michael Decker ankündigte.

Hertha für Dardai gegen Köln Favorit 

Herthas Trainer geht das Spitzenspiel mit viel Mut und Selbstbewusstsein an. Trotz des Ausfalls von gleich drei nominellen Spielmachern hob der Berliner Chefcoach sein Team für die Partie gegen den noch unbezwungenen Tabellen-Zweiten in die Favoritenrolle. "Wir spielen zu Hause, mit unserer spielerischen Qualität haben wir Vorteile. Wir sind Favorit und müssen diese Rolle annehmen", sagte Dardai.

Als Favorit für die Spielmacherrolle, die durch die Rot-Sperre von Valentin Stocker erneut vakant ist, gilt Salomon Kalou. Allerdings hat der Mann von der Elfenbeinküste in dieser Saison unter anderen wegen Trauerfällen noch keine Minute in der Liga gespielt. "Es ist nicht der beste Moment, wenn er keine Spielpraxis hat. Aber er ist ein erfahrener, torgefährlicher Spieler. Dieses Risiko gehe ich ein, wenn ich ihn bringe", erklärte Dardai. Die Alternative heißt Julian Schieber, der dann als zweiter Stürmer auflaufen würde. "Julian hat den Vorteil, dass er Spielpraxis hat", bemerkte der Trainer.

Neben Stocker sind auch die Langzeitverletzten Vladimir Darida und Ondrej Duda, die ebenfalls im zentralen Mittelfeld spielen können, gegen Köln nicht einsatzbereit. Fabian Lustenberger fällt beim Tabellen-Vierten Hertha (mit 14 Punkten einen Zähler hinter dem FC)
wegen einer Beckenprellung aus.

(sid)
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