42-Jähriger erleidet Schädel-Hirn-Trauma: Hooligans stürmen Leipziger Weihnachtsfeier
zuletzt aktualisiert: 29.12.2007 - 11:07Leipzig (RPO). Erneut haben Hooligans eine Weihnachtsfeier von Anhängern des Fußball-Oberligisten FC Sachsen Leipzig überfallen. Drei Wochen nach dem Sturm des Vereinsheims des zweimaligen DDR-Meisters wurde nach Berichten lokaler Medien nun eine Kneipe in Eilenburg von etwa 25 Chaoten überfallen, diesmal waren auch drei Spieler des Viertligisten anwesend.
Die Schlägerei ereignete sich in der Nacht zum Freitag vor der Gaststätte "Kartoffelsack". Die Angreifer waren mit Baseballschlägern und Pfefferspray bewaffnet. Laut Polizeiangaben wurde eine 42-jährige Person schwer verletzt, musste mit einem Schädel-Hirn-Trauma in eine Klinik gebracht werden.
Zwei weitere Anhänger kamen mit leichteren Verletzungen davon. Bereits am 8. Dezember hatten rund 40 Hooligans mit Schreckschusswaffen und Baseballschlägern eine Weihnachtsfeier eines FC-Sachsen-Fanklubs überfallen. Es gab mehrere Verletzte und 50.000 Euro Sachschaden.
Enrico Köckeritz, Spieler des FC Sachsen, war als Gast bei der Party und sagte bezüglich der vermummten Randalierer zur Bild-Zeitung: "Als die plötzlich da standen, hatte ich Angst um mein Leben." Gegenüber der Leipziger Volkszeitung sagte ein Spieler, der seinen Namen nicht nennen wollte, dass einige der Vermummten Schals des 1. FC Lok Leipzig trugen und rechtsradidale Parolen zu hören waren. Der Staatsschutz ermittelt.
"Unsere bisherigen Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den Angreifern vermutlich um Lok-Anhänger handelt", sagte Polizeisprecher Michael Hille der Bild-Zeitung. Und Sachsen-Präsident Winfried Lonzen meinte: "Ich bin fassungslos. Jetzt muss ja jeder Sachsen-Fan um sein Leben fürchten."
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