Hertha-Präsident hält Schwan-Rücktritt für amtlich: Im Mai gibt es Neuwahlen
zuletzt aktualisiert: 10.02.2000Berlin (sid). Präsident Walter Müller vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin hält den Rücktritt von Robert Schwan vom Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden für amtlich. In einem Interview mit dem Berliner Radiosender "berlin aktuell 93,6" sagte Müller: "Den Rücktritt hat Schwan mir gegenüber in einem persönlichen Gespräch erklärt."
Der 78 Jahre alte Schwan hatte in der vergangenen Woche per Fax seinen Rücktritt erklärt. Nachdem kürzlich Morddrohungen gegen seine Person eingegangen waren, hatte Schwan jedoch geäußert, nun "erst recht" weitermachen zu wollen. Eine für den vergangenen Mittwoch angesetzte Aufsichtsratssitzung war kurzfristig abgesagt worden. Im Mai wird das Gremium auf der Mitgliederversammlung von Hertha BSC neu gewählt.
Müller wolle Schwan aber dazu gewinnen, auch künftig im Aufsichtsrat tätig zu sein. Wegen massiver Drohungen gegen seine Person hatte in der vergangenen Woche auch Aufsichtsratsmitglied Klaus Fehrmann seinen Posten niedergelegt.
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