London (RPO). Englands Nationaltrainer Steve McClaren steht seit Tagen schwer in der Kritik, denkt aber trotz der wütenden Proteste nicht an einen Rücktritt. "Ich lasse mich nicht von einem hasserfüllten Mob aus diesem Job vertreiben", sagte der Coach dem Boulevard-Blatt News of the World.
Steve McClaren steht schwer unter Druck. Foto: AFP
"Ich habe Arbeit zu erledigen und werde nicht gehen, bevor ich sie erledigt habe." England hatte in der vergangenen Woche in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 mit einem 0:0 in Israel und einem mühsamen 3:0 gegen den Fußball-Zwerg Andorra enttäuscht. Die Wut der Fans entlud sich dabei gegen den Nachfolger des Schweden Sven-Göran Eriksson. "Selbst als die Beschimpfungen am schlimmsten waren, ist mir nicht der Gedanke gekommen, dass dies mein letztes Spiel mit England sein könnte", sagte McClaren: "Ich habe nicht überlegt wegzugehen - nicht für einen Augenblick."
Nach dem schwachen Auftritt gegen Andorra hatte der Trainer genervt nach knapp zwei Minuten die Pressekonferenz abgebrochen und sich mit den Worten "Schreiben Sie, was Sie wollen" verabschiedet.
In der Gruppe E ist der Weltmeister von 1966 mit elf Zählern bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Kroatien (13) herangerückt, blieb hinter Israel (11) und Russland (11) aber nur Vierter. Letztmals verpassten die "Three Lions" mit der WM 1994 in den USA ein großes Turnier.
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Quelle: sid