Brasilianer ist Trainer Tigana "egal": Ailton bei Besiktas auf dem Abstellgleis
zuletzt aktualisiert: 19.07.2006 - 10:08Istanbul (rpo). Mit hängendem Kopf betritt Ailton den Trainingsplatz von Besiktas Istanbul und absolviert ein paar Dehnübungen. Gemeinsam mit der ersten Mannschaft darf der pummelige Brasilianer nicht mehr trainieren, stattdessen dreht er abseits seine Runden. Coach Tigana hat den ehemaligen "Kugelblitz" bereits abgeschrieben: "Er ist mir egal!"
Der lange Fall des Ailton: 2004 hatte der Brasilianer Werder Bremen noch mit 28 Treffern zur Meisterschaft geschossen und sich danach grölend zum "König" ausgerufen. Beim türkischen Traditionsklub gehört er nun nicht einmal mehr zum Hofstaat.
Nach seinem Wechsel von Schalke 04, wo der 33-Jährige immerhin noch 14 Tore markierte, ging es für "Toni" in der Türkei stetig bergab. Er gehörte nur selten zur ersten Elf und wurde in der zweiten Saisonhälfte an den Hamburger SV ausgeliehen. Dort blieb der Brasilianer mit drei Treffern allerdings blass, der HSV verzichtete auf einen Kauf.
Widerwillig musste Ailton in die Türkei zurück. Dort wollte er sich aus seinem Vertrag herauskaufen. Der Plan des ehemaligen Top-Stürmers war es, auf 600.000 Euro Gehalt zu verzichten und noch einmal 250.000 für seine Freigabe draufzulegen. Besiktas-Boss Ali Gültiken lehnte ab - Ailton blieb in der "Türkenfalle".
Interessenten für den Brasilianer gibt es dabei einige. Unter anderem will Dinamo Zagreb den früheren Torjäger holen. Ailton selbst jedenfalls möchte einfach spielen. "Ich bin doch fit. Fühle mich gut", erklärte er gegenüber der Bild-Zeitung. Bleibt die Frage, wer Ailton aus der "Türkenfalle" befreien kann.
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