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Wechsel in die USA
Auf diese Stars trifft Schweinsteiger in der MLS

Bastian Schweinsteiger ist in der MLS nicht der einzige Weltmeister
FOTO: ap
Chicago. Bastian Schweinsteiger ist in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) nach seinem Wechsel von Manchester United zu Chicago Fire nicht der einzige Weltmeister.

Im Spanier David Villa, dem Italiener Andrea Pirlo (beide New York City FC) und dem Brasilianer Kaka (Orlando City SC) stehen neben dem früheren Münchner drei weitere Titelträger in der MLS unter Vertrag.

Dies sind neben dem Mexikaner Giovani dos Santos von Los Angeles Galaxy auch die bekanntesten Namen in der MLS. Dagegen sind Stars wie Steven Gerrard und Robbie Keane (beide LA Galaxy), Frank Lampard (New York City) und Didier Drogba (Montreal) seit dieser Saison nicht mehr im Einsatz.

4,2 Millionen Euro Gehalt

Schweinsteiger ist in Chicago einer von drei so genannten "designated player". Das heißt, dass der 32-Jährige nicht unter die "salary cap" fällt. Pro MLS-Team liegt die Gehaltsobergrenze insgesamt bei 3,845 Millionen US-Dollar (3,562 Millionen Euro), das Einkommen pro Spieler bei maximal 480.625 Dollar (445.326). Schweinsteiger soll umgerechnet 4,2 Millionen Euro verdienen. Neben dem ehemaligen deutschen Nationalspieler sind bei Fire noch der Ghanaer David Accam und der Ungar Nemanja Nikolic "designated player".

Geschaffen wurde das System mit den Ausnahmen für Englands Superstar David Beckham. Ein Wechsel des 41-Jährigen von Real Madrid nach Los Angeles hätte 2007 ansonsten nicht realisiert werden können. Auch Profis wie Frankreichs Welt- und Europameister Thierry Henry haben davon profitiert.

Auch Beckenbauer und Müller spielten in den USA

Schweinsteiger wäre der zweite Deutsche bei den Chicago Fire nach Arne Friedrich. Der ehemalige Nationalspieler, der von März 2012 bis Juni 2013 in Illinois spielte, twitterte am Dienstagmorgen: "So langsam wird das eine deutsche Tradition. Gute Wahl, Basti!"

Der erste Deutsche in der 1994 eingeführten Major League Soccer war im Jahr 2000 in Lothar Matthäus (NY/NJ Metro Stars) ein Vorgänger Schweinsteigers als Weltmeister und Kapitän der Nationalelf. Ihm folgten unter anderem Frank Rost (2011/12 bei New York Red Bulls), Torsten Frings (2011 bis 2013 beim FC Toronto) und Friedrich.

Doch die Tradition deutscher Spieler in den USA ist schon länger. 1977 wechselte Franz Beckenbauer in die damalige NASL und wurde an der Seite von Pelé dreimal Meister mit New York Cosmos. "Bomber" Gerd Müller zog im März 1979 nach und stürmte für die Fort Lauderdale Strikers.

(sid/dpa)
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