| 21.05 Uhr

Von Spieler verhauen
Brasilianischer Schiedsrichter zieht Pistole

Belo Horizonte. Wildwest im brasilianischen Amateurfußball: Weil sich Schiedsrichter Gabriel Murta (27), hauptberuflich Polizist, nach einer angeblichen Fehlentscheidung von einem Spieler bedroht sah, holte er in der Umkleidekabine seine Pistole, um sich nach eigenen Angaben "zu verteidigen". Der Übeltäter, der ihn zuvor getreten und geschlagen haben soll, suchte fluchtartig das Weite.

Die Jagdszenen spielten sich bei einem Spiel auf Kreisliga-Niveau in Brumadinho vor den Toren der WM-Stadt Belo Horizonte ab. Die komplette Mannschaft inklusive Ersatzbank des Gästeteams mit dem bezeichnenden Namen "Liebhaber des Balls" (Amantes da Bola) bestürmte Murta, nachdem dieser ein rüdes Foul eines Gegenspielers nicht mit einem Platzverweis geahndet hatte.

Als Murta mit der Waffe in der Hand auf den Platz zurückkehrte, konnte er in letzter Sekunde von seinen beiden Assistenten zurückgehalten werden.

(sid)
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