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Celtic gegen Rangers
Das Old-Firm-Derby ist zurück

Celtic gegen Rangers: Das Old-Firm-Derby ist zurück
Für Spieler und Fans beider Vereine ist das Stadtderby von Glasgow das wichtigste Spiel des Jahres (Archivfoto). FOTO: dpa, pt mr
München. Am Samstag (13 Uhr) treffen in der schottischen Premier League erstmals seit vier Jahren wieder die Glasgower Rivalen Celtic und Rangers aufeinander. Es ist das 402. Stadtderby.

Die Bilanz spricht für die Rangers: Celtic gewann 145, Rekordmeister Rangers 159 - und es steigt fast auf den Tag genau 126 Jahre nach der Premiere am 6. September 1890 im FA Cup, die Celtic mit 1:0 für sich entschied.

Allerdings: Aus Sicht der Celtic-Fans ist das Duell mit dem verhassten Nachbarn "nur" noch das "Glasgow-Derby". Das "Old Firm" sei tot, sagen sie, weil die Rangers seit Konkurs und Zwangsabstieg 2012 ein neuer Klub seien - wenngleich unter altem Namen. Doch die Rivalität ist ungebrochen.

Die Glasgower Polizei besuchte vor dem Duell beide Klubs und ermahnte Spieler wie Verantwortliche zu gebührlichem Verhalten. "In diesem Spiel steckt viel Leidenschaft, aber wir müssen auch unserer Verantwortung gerecht werden", sagte der neue Celtic-Teammanager Brendan Rodgers.

Celtic-Trainer Rodgers spielt Bedeutung herunter

Der frühere Liverpool-Coach war schon als Junge Fan der "Hoops", versuchte die Bedeutung des Derbys aber herunterzuspielen. "Ich respektiere die Tatsache, dass es ein großes Spiel ist, aber als Profi, als Trainer ist es ein Spiel wie jedes andere", sagte er.

Celtic gewinnt "Old Firm" gegen Rangers FOTO: dpa, pt mr

In den vier Jahren, in denen sich die Rangers zurück ins Oberhaus kämpften, hat es nur zwei Derbys gegeben. 2015 gewann Celtic das Halbfinale im schottischen League Cup (2:0), im vergangenen April siegte der damalige Zweitligist Rangers im Pokalhalbfinale 5:4 i.E. (2:2 n.V.) - jeweils im neutralen Hampden Park.

Celtic führt die Tabelle mit neun Punkten aus drei Spielen an, die mit zwölf Zugängen runderneuerten Rangers (vier Spiele, acht Punkte) sind Zweiter. Unter den Neuen sind klangvolle Namen wie Niko Kranjcar, Philippe Senderos oder Joey Barton.

Letzterer heizte die Stimmung an. Rodgers (43) befinde sich in der Midlife-Crisis, stänkerte der 34-Jährige, und Celtic-Kapitän Scott Brown sei "weit von meinem Niveau entfernt". Rodgers sprach vom "üblichen Getöse, das juckt mich nicht", Brown reagierte humorvoll: "Wir würden uns sicher gut verstehen, er ist ja Celtic-Fan." Es ist angerichtet.

(sb/sid)
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