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Nächster Steuersünder
Di Maria zu Bewährungsstrafe verurteilt

Argentiniens Di Maria trifft für tote Oma
Argentiniens Di Maria trifft für tote Oma FOTO: afp, th
Offensiv-Star Angel Di Maria vom französischen Pokalsieger Paris St. Germain ist in Spanien wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe sowie einer Geldbuße in Höhe von zwei Millionen Euro verurteilt worden.

Das gab das zuständige Gericht am Mittwoch bekannt. Demnach erhielt Di Maria eine 16-monatige Freiheitsstrafe, die aber zur Bewährung ausgesetzt wird, da der 29-jährige Argentinier nicht vorbestraft ist.

Einem Dokument der Staatsanwaltschaft zufolge habe Di Maria eine Vereinbarung mit den Behörden getroffen und durch sein Schuldeingeständnis einen Prozess vor dem Obersten Bundesgericht verhindert, das noch im Mai die 21-monatige Haftstrafe gegen den fünfmaligen Weltfußballer Lionel Messi bestätigt hatte. Dieser hatte insgesamt 4,1 Millionen Euro hinterzogen, wobei auch in Messis Fall die Strafe nicht vollstreckt worden war.

Wie die spanische Zeitung El Confidencial berichtet hatte, schulde Di Maria dem spanischen Fiskus aus seiner Zeit beim derzeitigen Champions-League-Sieger Real Madrid (2010 bis 2014) rund 1,3 Millionen Euro. Der Argentinier ist damit der nächste prominente Steuersünder im Profifußball.

Erst am Dienstag hatte die Madrider Staatsanwaltschaft erklärt, den portugiesischen Star-Trainer José Mourinho wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 3,3 Millionen Euro angezeigt zu haben. Der Teammanager des englischen Rekordmeisters Manchester United soll als Trainer von Real Madrid im Jahre 2011 1,6 Millionen Euro und ein Jahr später 1,7 Millionen Euro an der Steuer vorbeigeschafft haben. Bis 2013 hatte er bei Real an der Seitenlinie gestanden.

Zuvor war Weltfußballer und Real-Superstar Cristiano Ronaldo ebenfalls wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung angeklagt worden. Nach der Anklage wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro will der Ausnahmekönner Madrid offenbar gar verlassen, die Königlichen versuchen derweil alles, um ihren Superstar zu halten.

Im Vorjahr hatten der Spiegel und andere Medien aus dem Recherchenetzwerk European Investigative Collaboration von der Plattform Football Leaks Zugang zu vertraulichen Daten und E-Mails zu den Geldflüssen im Fußball erhalten und die Enthüllungen ins Rollen gebracht.

(sid)
 
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