| 20.42 Uhr
Kultstätte "Rasunda" in Stockholm
Fans helfen bei Abriss von Nationalstadion
Fans schlachten Rasundastadion aus
Fans schlachten Rasundastadion aus FOTO: Screenshot Youtube
Stockholm. Schweden legendäres Fußball-Nationalstadion Rasunda wird seit Freitag abgerissen – und die Fans helfen kräftig mit. Mit Werkzeug in der Hand stürmten mehrere Tausend Fans nach dem letzten Spiel in der Kultstätte ins Stadion und nahmen alles mit, was sie kriegen konnten.

Sitzbänke wurden abgeschraubt, der Rasen herausgeschnitten und die Tore zersägt. Sogar die Gestänge, die die Tribünen voneinander trennen, wurden mitgenommen. So lange, bis jeder Fan sein ganz persönliches Erinnerungsstück an das Stadion in der Tasche hatte.

Am vergangenen Donnerstag fand vor 28.000 Zuschauern das letzte Spiel im Rasundastadion statt. AIK Stockholm verlor in der Europa League mit 1:2 gegen den SSC Neapel. Eine Woche zuvor hatte die schwedische Nationalelf das neu gebaute Nationalstadion "Friends Arena" durch vier Tore von Weltstar Zlatan Ibrahimovic mit einem 4:2 gegen England vor 50-000 Zuschauern glanzvoll eingeweiht.

Pele und Beckenbauer waren zu Gast

Das Rasundastadion mit zuletzt 37.000 Plätzen war 1937 fertiggestellt worden. 1958 brillierte hier im WM-Finale der 17- jährige Pele beim 5:2-Sieg Brasiliens gegen Gastgeber Schweden. Der Zuschauerrekord von 53.000 wurde beim WM-Qualifikationsspiel gegen die Bundesrepublik am 26. September 1965 aufgestellt.

Dabei machte ein 20-Jähriger namens Franz Beckenbauer sein erstes Länderspiel. Den Siegtreffer zum für die Qualifikation entscheidenden 2:1 für die DFB-Auswahl erzielte Uwe Seeler. 1995 verloren an selber Stelle die deutschen Fußballfrauen das WM-Finale gegen Norwegen mit 0:2.

Den Beschluss, auf dem bisherigen Stadiongelände im Stockholmer Stadtteil Solna Wohnungen zu errichten, hatte der Stadtrat schon vor Jahren gefällt.

Quelle: seeg/areh
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