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Nach Kampfjet-Abschus
Russische Klubs sollen Trainingslager in der Türkei absagen

Fotos: Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen
Fotos: Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen FOTO: dpa, sdt jak
Die diplomatischen Spannungen zwischen Russland und der Türkei nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets im türkischem Luftraum haben nun auch den Fußball erreicht. Fußballverbandschef und Sportminister Witali Mutko sagte am Mittwoch, man habe den Vereinen geraten, "ihre Trainingslager in der Türkei abzusagen."

Allerdings wehrte sich Mutko dagegen, diese Empfehlung überzuinterpretieren. "Die diplomatischen Beziehungen beider Länder sind nicht zerbrochen", wiegelte der Politiker ab: "Natürlich werden wir an offiziellen Wettkämpfen in der Türkei teilnehmen."

Der russische Erstligist FK Rostow gab am Mittwoch als erster Verein der Premjer Liga bekannt, angesichts der Vorfälle vom Dienstag sein für Januar geplantes Trainingslager in der Türkei abzusagen. "Unter dem Eindruck der jüngsten Ereignisse haben wir uns entschieden, unsere Pläne zu ändern", sagte FK-Vizepräsident Alexander Schikunow der russischen Nachrichtenagentur TASS.

Rostow dürfte nicht der einzige Verein der Premjer Liga bleiben, glaubt Schikunow: "Viele russische Klubs suchen gerade nach Alternativen für ihr Winter-Trainingslager." Hierzu zählt Vereinspräsident Dennis Maslow von Amkar Perm. "Nach dem was geschehen ist, können wir uns auch gut vorstellen, in Spanien oder Israel unsere Zelte aufzuschlagen."

(sid)
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