| 18.04 Uhr

Mutter des Weltmeisters in Streit verwickelt
Anzeige gegen Großkreutz "natürlich zurecht" zurückgezogen

Kevin Großkreutz wehrt sich gegen Anschuldigungen
Kevin Großkreutz hat den Vorfall aus seiner Sicht geschildert und dementiert, dass er einer Frau in den Bauch getreten habe. FOTO: Screenshot
Dortmund. Weltmeister Kevin Großkreutz wehrt sich vehement gegen die Anschuldigungen, am Montagabend einer Frau in den Bauch getreten zu haben. Zudem erklärte der Ex-Bundesligaprofi, die Anzeige gegen ihn sei bereits am Dienstag "natürlich zurecht" zurückgezogen worden.

"Ich möchte mich auch nicht als mediales Opfer darstellen, denn wenn ich 'Mist' baue (nach dem Pokalfinale 2014) stehe ich dazu und muss dafür geradestehen", schrieb Großkreutz bei Instagram.

 

Hallo Leute, leider ist es wieder an der Zeit ein Statement abzugeben. Wie ihr mit Sicherheit mitbekommen habt, steht "meine Person" in den Schlagzeilen, leider nicht wie geplant im Zusammenhang mit fußballerischer Leistung. Das vergangene Wochenende habe ich in meiner Heimat Dortmund bei meiner Familie und Freunden verbracht. Wie jeden Tag habe ich den Trainingsplan von meinem Verein Galatasaray abtrainiert und was würde näher liegen, als dies auf dem heimischen Trainingsgelände des VFL Kemminghausen zu tun. Während meiner Laufeinheiten bemerkte ich einen Streit zwischen meiner Mutter und einer anderen Dame. Selbstverständlich bin ich daraufhin dazwischen gegangen, um das Handgemenge (bei dem insgesamt 6 Personen beteiligt waren) zu unterbinden/beenden. Es wurde daraufhin beidseitig die Polizei verständigt. Erst am Dienstagmorgen erfuhr ich, dass auch gegen meine Person eine Anzeige wegen einer angeblichen Körperverletzung aufgenommen wurde. Diese wurde jedoch schon gestern, natürlich zurecht , da ich niemals eine Frau schlagen - geschweige mit einem ausgeführten "Kung-Fu-Tritt" angehen würde, umgehend von der "Gegenseite" zurückgezogen. Sei es drum, aber gesagt ist gesagt, geschrieben ist geschrieben und eine (Negativ-) Schlagzeile mehr ist da. Was ich nur noch dazu sagen kann ist, dass es auch in einer "prominenten" Familie Probleme geben kann, dies ist menschlich und trotzdem tragisch, dass dies auf einem öffentlichen Sportplatz ausgetragen wurde. Ich möchte mich auch nicht als mediales Opfer darstellen, denn wenn ich "Mist" baue (nach dem Pokalfinale 2014) stehe ich dazu und muss dafür gerade stehen. Auch jetzt werde ich mich der Verantwortung stellen (mit der Gewissheit nichts verwerfliches gemacht zu haben, dies auch nach Aussage aller Beteiligten) und kann nur zunächst abschließend dazu sagen: Dass ich mich jederzeit, egal wann und wo, für meine Familie und insbesondere meine Mutter einsetzten würde und werde. Meine Mutter ist die wichtigste Person in meinem Leben und wer dies nicht nachvollziehen kann, dem kann ich es sowieso nicht mehr recht machen... Danke für die Aufmerksamkeit, Kevin Großkreutz

Ein von Kevin (@fischkreutz) gepostetes Foto am

Der Mittelfeldspieler, der nach einem Formfehler bei seinem Wechsel von Dortmund nach Istanbul erst im kommenden Jahr für Galatasaray spielberechtigt ist, beschrieb den Vorfall auf der Anlage seines Heimatvereins VfL Kemminghausen. "Während meiner Laufeinheiten bemerkte ich einen Streit zwischen meiner Mutter und einer anderen Dame", so der 27-Jährige: "Selbstverständlich bin ich daraufhin dazwischen gegangen, um das Handgemenge (bei dem insgesamt sechs Personen beteiligt waren) zu unterbinden/beenden. Es wurde daraufhin beidseitig die Polizei verständigt."

Die "Bild" hatte am Mittwoch von der Auseinandersetzung berichtet und geschrieben, gegen Großkreutz werde wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. "Ich werde ich mich der Verantwortung stellen mit der Gewissheit, nichts Verwerfliches gemacht zu haben", schrieb Großkreutz, der in der Vergangenheit mehrfach in der Öffentlichkeit negativ aufgefallen war. Nach dem Pokalfinale 2014 urinierte er in Berlin in eine Hotellobby, im Mai 2014 zeigte ihn ein Mann an, weil Großkreutz ihn in Köln angeblich mit einem Döner beworfen hatte. Die Ermittlungen wurden eingestellt.

"Meine Mutter ist die wichtigste Person in meinem Leben und wer dies nicht nachvollziehen kann, dem kann ich es sowieso nicht mehr recht machen. Danke für die Aufmerksamkeit", beendet Großkreutz seinen Post, unter dem bislang mehr als 250 Kommentare abgegeben wurden. Und diese sind fast ausschließlich positiv.

(seeg/sid)
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