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Stürmer wagt in Istanbul einen Neuanfang
Gomez: EM bleibt das große Ziel

Porträt: Das ist Mario Gomez
Porträt: Das ist Mario Gomez FOTO: afp
Istanbul. Nach seinen beiden eher unglücklichen Jahren beim AC Florenz wagt Mario Gomez bei Besiktas Istanbul einen Neustart. Er habe einen Schnitt gebraucht, sagte Gomez. Eine Rückkehr in die Bundesliga sei trotz Angeboten eher keine Option gewesen.

Mario Gomez hat seinen Wechsel zu Besiktas Istanbul mit den besseren Aussichten für eine EM-Nominierung begründet. Nach der verpassten Weltmeisterschaft 2014 sei die EM-Endrunde 2016 in Frankreich sein großes Ziel, unterstrich Gomez in einem Interview der "Bild am Sonntag".

"Ich brauchte einfach im Hinblick auf die EM jetzt einen Schnitt", sagte der 30-Jährige über seinen Abschied vom AC Florenz, wo er in den vergangenen beiden Jahren auch wegen langwieriger Verletzungen nicht die Erwartungen erfüllen konnte. "Ich wollte in einer Mannschaft spielen, wo der Trainer mich unbedingt haben wollte, in einem Team, das um die Meisterschaft spielt, wo wir viele Spiele gewinnen – und ich so neues Selbstvertrauen tanken kann", meinte der zuletzt im September 2014 gegen Argentinien (2:4) in der Nationalmannschaft aufgebotene Stürmer. Er bestritt bisher 60 Länderspiele und erzielte dabei 25 Tore.

Gomez hört auf sein Bauchgefühl

Mit Bundestrainer Joachim Löw habe er nicht über seinen Wechsel gesprochen, sondern auf sein Gefühl und seinen Bauch gehört. Ihm sei bewusst, dass die türkische Liga nicht das Niveau der Bundesliga, der italienischen, spanischen oder englischen Liga habe. Es habe auch Angebote aus England und Deutschland gegeben, berichtete der frühere Profi des VfB Stuttgart und von Bayern München. Es sei aber eher keine Option gewesen, jetzt in die Bundesliga zurückzukehren. Er liebe beide Ex-Vereine, "so dass meine Vorstellungskraft, für einen anderen Bundesligisten aufzulaufen, aktuell nicht wirklich groß ist."

In der Europa League spiele er mit Besiktas wahrscheinlich gegen spielstarke Teams aus diesen Ligen. Wenn er dort gut spiele und Tore schieße, sei es für Löw zweitrangig, in welcher Liga er spiele, erklärte Gomez und betonte: "Ich weiß, dass ich bei ihm immer die Möglichkeit habe, zurückzukommen. Denn die Spieler, die lange dabei waren und immer alles gegeben habe, haben bei ihm immer eine Chance." Er wolle noch Meisterschaften gewinnen, am besten gleich in diesem Jahr. "Und mein größter Wunsch wäre es natürlich, mit Deutschland noch einen Titel zu gewinnen", sagte Gomez.

(dpa)
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