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Rassismus-Eklat in Russland
Frimpong reagiert auf "Affe"-Rufe und fliegt vom Platz

Russland: Emmanuel Frimpong reagiert auf "Affe"-Rufe  und fliegt vom Platz
Emmanuel Frimpong war bei Arsenal Teamkollege von Lukas Podolski. Jetzt spielt er in der russischen Liga. FOTO: afp, CARL COURT
Moskau. Rassistische Ausfälle und Beleidigungen haben das Saison-Auftaktspiel in der russischen Premier League zwischen Spartak Moskau und FK Ufa überschattet.

Nach "Affe, Affe"-Rufen der Moskauer Fans habe der ghanaische Mittelfeldspieler Emmanuel Frimpong ihnen den Stinkefinger gezeigt, gab der frühere Arsenal-Profi nach dem hitzigen Fußballduell am Freitagabend zu. Der 23-Jährige entschuldigte sich aber umgehend für die Geste.

Nach einer halben Stunde wurde Frimpong für seine Reaktion mit der Roten Karte bestraft. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1, die Partie ging 2:2 aus. Er habe sich nicht im Griff gehabt und Emotionen gezeigt, einen Fehler gemacht, sagte der Ghanaer. Er habe eigentlich keine Probleme mit den Spartak-Fans.

Die Fifa verwies am Samstag in einer ersten Reaktion auf die Zuständigkeit des Russischen Fußball-Verbands (RFU), forderte aber detaillierte Informationen zu dem Zwischenfall an. Die generelle Position des Weltverbandes sei eindeutig. "Es gibt keinen Platz für Rassismus oder irgendeine Form von Diskriminierung im Fußball", hieß es in einer Stellungnahme. Dies sei im Artikel 3 der Fifa-Statuten verankert.

Russland ist Gastgeberland der WM 2018. Mit einem kürzlich installierten Monitoring-System für die WM-Qualifikationsspiele hat die Fifa ihren Kampf gegen Diskriminierung forciert.

Das Organisationskomitee der Fußball-WM 2018 in Russland "verurteilt Rassismus und Diskriminierung in all seinen Formen", betonte das LOC am Samstag in einem Statement. "Rassismus hat in der modernen Welt keinen Platz, schon gar nicht irgendwo auf einem Fußballplatz."

Sportminister Witali Mutko warnte davor, den Zwischenfall zum Skandal aufzubauschen. Der Politiker sprach am Samstag von Einzelfällen, gegen die Russland vorgehe. Für den Kampf gegen den Rassismus sei im März beim Russischen Fußball-Verband (RFU) auch die Stelle eines Inspektors eingerichtet worden, sagte Mutko der Staatsagentur Tass zufolge.

(dpa)
 
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