Bestechungsskandal in der Türkei: Trabzonspor will Meistertitel von Fenerbahce
zuletzt aktualisiert: 15.07.2011 - 16:09Hamburg/Nyon (RPO). Im Skandal um verschobene Spiele in der Türkei hat Vizemeister Trabzonspor erklärt, unschuldig zu sein. Der Klub von der Schwarzmeerküste hofft nun sogar, nachträgliche zum Meister gekürt zu werden.
Man sei "100-prozentig" unschuldig, teilte der Verein mit. Präsident Nevzat Aydin geht davon aus, dass der Meistertitel nun seinem Verein zuerkannt wird. Titelträger Fenerbahce steht derzeit im Zentrum der Ermittlungen über Spielabsprachen.
Der türkische Fußballverband sieht derzeit von Bestrafungen ab, da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen und die Vorwürfe noch nicht endgültig bewiesen sind. Somit startet Fenerbahce als Meister in der Champions League und hat zusätzliche Einnahmen von mindestens 15 Millionen Euro sicher.
Trabzonspor muss als Vizemeister in die Qualifikation und dadurch um den Einzug in die Gruppenphase sowie die damit verbundenen Millionen zittern. Gegner in der dritten von vier Playoff-Runden am 26./27. Juli und 2./3. August ist Benfica Lissabon. "Das ist das Schwierigste an der Situation, denn wir verlieren vielleicht viel Geld und Reputation", sagte Aydin.
Die Spitzenklubs Fenerbahce und Trabzonspor sowie Pokalsieger Besiktas stehen derzeit im Fokus der Ermittlungen in dem Manipulationsskandal, der den türkischen Fußball erschüttert. Dutzende Offizielle und Spieler wurden in den vergangenen Tagen und Wochen verhört und verhaftet.
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