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TV-Rechte
Sporting Lissabon durchbricht 400-Millionen-Schallmauer

Bilder: Gutierrez klaut Gräfe das Freistoßspray
Bilder: Gutierrez klaut Gräfe das Freistoßspray FOTO: dpa, mac hm
Lissabon. In Portugals Fußball hat Sporting Lissabon als nächster Topklub die 400-Millionen-Euro-Schallmauer für seine Medienrechte durchbrochen.

Kern des 446-Millionen-Deals zwischen dem 18-maligen Meister und dem Telekommunikationskonzern NOS sind nach Angaben beider Partner die TV-Übertragungen von Sporting-Heimspielen ab Juli 2018 für zehn Jahre. Außerdem erwarb das Unternehmen weitere Nebenrechte wie etwa die Trikotwerbung schon ab Beginn des neuen Jahres bis zum Ende des künftigen TV-Vertrages.

Durch Sportings neuen Kontrakt haben alle drei portugiesischen Spitzenvereine binnen Monatsfrist für ihre Medienrechte bereits frühzeitig und langfristig mindestens 400 Millionen Euro erlöst. Erst am vergangenen Sonntag hatte Vizemeister FC Porto den Verkauf vor allem seiner TV-Rechte für zehn Jahre ebenfalls ab 2018 für die nationale Rekordsumme von 457,5 Millionen Euro an den NOS-Konkurrenten Portugal Telecom verkündet. Rekordchampion und Meister Benfica Lissabon hatte Anfang Dezember auch ab 2018 für zehn Jahre für 400 Millionen Euro mit NOS abgeschlossen.

Portugals Top-Trio, das bislang jeweils weniger als 30 Millionen Euro pro Saison für seine TV-Rechte kassierte, erlöst durch seine neuen Verträge in Zukunft in der Einzelvermarktung jeweils nur noch etwas weniger als Branchenführer Bayern München in Deutschland durch die Zentralvermarktung. Der Meister erhält aus dem noch bis 2017 laufenden TV-Vertrag der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit diversen Partnern in der laufenden Saison etwa 50 Millionen Euro. Für den Fall einer Einzelvermarktung ihrer Rechte gehen die Münchner von Einnahmen im Bereich von 200 Millionen Euro aus.

Der laufende Vier-Jahres-Vertrag der DFL mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Milliarden Euro endet 2017. In dieser Saison verteilt die DFL aus der zentralen Vermarktung insgesamt 850 Millionen Euro, 170 Millionen oder 20 Prozent davon gehen an die 2. Liga.

(sid)
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