| 19.39 Uhr

Gemeindeversammlung in Buenos Aires
Zwei Verletzte bei Streit um neues Boca-Stadion

Die Zukunft des legendären "Bombonera"-Stadions in Buenos Aires erhitzt die Gemüter. Nach einer Gemeindeversammlung, bei der über eine neue Arena für den argentinischen Traditionsklub Boca Juniors diskutiert wurde, sind am Mittwoch zwei Gegner des Neubaus verletzt worden, einer davon mit einem Messerstich in den Nacken. Die Verwundeten gehören der Gruppe "Boca Es Pueblo" ("Boca ist das Volk") an, die für den Verbleib im legendären Estadio Alberto Jacinto Armando kämpft, das weltweit nur als "Bombonera" (Pralinenschachtel) bekannt ist. Die Initiative machte indirekt die konservative Partei Propuesta Republicana (PRO) des argentinischen Präsidenten Mauricio Macri für den Angriff verantwortlich. Boca-Präsident Daniel Angelici ist ein enger Verbündeter Macris, der auch sein Vorgänger als Klubchef gewesen war. Beide Opfer befinden sich nicht in Lebensgefahr. Boca bestritt eine Verwicklung in die Angriffe. Das geplante neue Stadion soll 75.000 Zuschauern Platz bieten, 20.000 mehr als in der alternden, bereits 1940 eröffneten Bombonera. Allerdings wird es nach jetzigem Stand weniger preiswerte Plätze für Bocas aus der Arbeiterklasse stammende Fanbasis geben.

(sid)
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