"Bleibe in Chelsea": Ballack gibt Real einen Korb
zuletzt aktualisiert: 06.08.2007 - 16:47Düsseldorf (RP). Michael Ballack hat Real Madrid einen Korb gegeben. Wie der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft über seinen Verein FC Chelsea mitteilen ließ, habe er "keine Veranlassung, den Club zu wechseln. Ich bleibe in Chelsea."
Der spanische Rekordmeister Real Madrid mit dem deutschen Trainer Bernd Schuster könne seine Bemühungen, Ballack für die nächste Saison zu verpflichten, dementsprechend einstellen. "Ich habe niemals Kontakt zu Real gehabt", ließ der Mittelfeldspieler zudem über die Homepage seines Vereins ausrichten.
Mehrere - derzeit freilich um tatsächliche Nachrichten verlegene - Sport- und Tageszeitungen meldeten am Wochenende, dass sich die „Königlichen“ nun doch verstärkt um den Kapitän der deutschen Nationalelf bemühen. Dabei schrieben die Gazetten noch Mitte vergangener Woche, das Interesse des spanischen Rekordmeisters sei erloschen.
Im Blatt „Marca“ brachte es die derzeit gültige Spekulation um „el Kaiser“ bis auf die Titelseite - neben den Streit um den Nationalhelden Fernando Alonso beim Formel-1-Team McLaren-Mercedes.
Es heißt, Real sei bereit, rund 40 Millionen Euro für Ballack und den niederländischen Flügelstürmer Arjen Robben an den FC Chelsea zu überweisen. Die Vertragsunterschrift wird bereits für die laufende Woche erwartet. Nach dem Transfer von Thierry Henry vom FC Arsenal zum FC Barcelona wäre so ein Wechsel der zweite englisch-spanische von größtem Gewicht in diesem Sommer.
Es gibt gute Gründe für einen Ortswechsel. Während Chelsea auf der zentralen Position mit Frank Lampard bestens besetzt ist, braucht Reals neuer Coach Bernd Schuster gerade für diesen Bereich noch einen Akteur von internationaler Klasse.
Und Ballack ist angeblich der Lieblingsspieler des Europameisters von 1980. Nachdem der Sachse in seiner ersten Spielzeit auf der Insel nicht alle Zweifler überzeugen konnte, würde dessen Abschied aus London wohl kaum für Wirbel sorgen.
Da Ballack im vergangenen Jahr ablösefrei aus München kam, könnte Chelsea unter dem Strich sogar noch ein Geschäft machen. Und die acht Millionen Euro, die Ballack als einer der Spitzenverdiener der Premier League bekommt, dürfte der steinreiche Klub sicherlich auch anders einsetzen können.
In Madrid, so spekulierte das Blatt „As“, würde der gebürtige Görlitzer auf Teile seines Gehalts verzichten. Mit einer Laufzeit von drei Jahren bekäme der 30-Jährige allerdings einen Kontrakt, der ein Jahr länger Bestand hat als der aktuelle in London. Zudem soll Schuster seinem Landsmann einen Stammplatz garantiert haben.
Derzeit plagt sich Ballack mit einer Knöchelverletzung. Im Supercup-Spiel, das Manchester United mit 3:0 im Elfmeterschießen gewann, musste er gestern passen. Wie so häufig in seiner Zeit auf der Insel.
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