Europa-Vergleich: Bundesliga macht am meisten Gewinn
zuletzt aktualisiert: 29.05.2008 - 14:12Düsseldorf (RPO). Unter den fünf europäischen Fußball-Top-Ligen ist die Bundesliga die neue Nummer eins - zumindest was den Gewinn der 18 Klubs angeht.
Mit einem Betriebsergebnis von 250 Millionen Euro und eine Umsatzrendite von 18 Prozent verdrängte die Bundesliga die englische Premier League (141 Millionen/6 Prozent) deutlich auf den zweiten Platz. Das ergab die jährliche Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte.
Beim Gesamtumsatz hinkt die Bundesliga mit ihren 1,4 Milliarden allerdings deutlich hinter den Engländern her, die mit 2, 3 Milliarden Euro als erste Liga die Zwei-Milliarden-Schallmauer durchbrachen. Hinter der Bundesliga verdrängte die spanische Primera Division (1,33 Milliarden) die italienische Liga von Platz drei.
Die Serie A musste unter anderem durch den Zwangsabstieg von Juventus Turin einen Umsatzrückgang auf 1,16 Milliarden verkraften. Schlusslicht bleibt die französische Liga (970 Millionen).
Grund für die deutlich bessere Rendite der Bundesliga-Klubs ist die moderatere Gehaltsstruktur der Klubs. Während in den anderen vier Ligen die Gehaltskosten zwischen 62 und 64 Prozent des Umsatzes ausmachen, liegt die Bundesliga mit einem Anstieg der Lohn- und Gehaltskosten von lediglich 12 Millionen Euro bei 45 Prozent.
"Entgegen dem allgemeinen Trend, Einnahmensteigerungen in gleichem Maße in Spielertransfers und -gehälter zu investieren, setzen die Bundesligaklubs ihre konservative Ausgabenpolitik der letzten Jahre fort", erläutert Stefan Ludwig von der Sportbusiness Gruppe von Deloitte in Deutschland: "Somit wird sie auch attraktiver für potenzielle Investoren, die in der Vergangenheit nur wenig Interesse an der Bundesliga zeigten."
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