Nach einem spektakulären Kopfstoß in bester Zinedine-Zidane-Manier ist Cristiano Ronaldo wieder das Feindbild Nummer eins der englischen Boulevardpresse.
Der exzentrische WM-Star aus Portugal von Meister Manchester United hatte seinen Gegenspieler Richard Hughes vom FC Portsmouth beim enttäuschenden 1:1 in der 85. Minute im Gerangel niedergestreckt - und bekam von der Yellow Press ähnliche Schlagzeilen um die Ohren gehauen wie im Vorjahr, nachdem er im WM-Viertelfinale gegen England (1:3 n.E.) eine Rote Karte für Teamkollege und Jungstar Wayne Rooney gefordert hatte.
"Er ist ein Verrückter", kommentierte die Sun in großen Lettern. "Spinner Ronaldo", schrieb der Mirror. Sir Alex Ferguson war der Kragen nach der erneuten Eskapade seines Jungstars bereits auf der Pressekonferenz geplatzt.
"Er ist Hughes naiv in die Falle getappt. Das passiert ihm ja nicht zum ersten Mal. Er muss einfach wissen, dass er ein viel besserer Spieler ist und dies nicht nötig hat", schimpfte Ferguson, ehe er sich darauf besann, Ronaldo vor einer harten Strafe zu bewahren: "Viel kann man auf den Bildern ja nicht sehen."
Dennoch wird der 16-malige Champion in den kommenden Wochen praktisch ohne Sturm dastehen. Ronaldo wird nicht ohne Sanktionen davonkommen, und Rooneys Fußbruch schockte Manchester schon in der vergangenen Woche.