Neuer und Robben gehen leer aus Ronaldo ist auch Europas Fußballer des Jahres

Monaco · Weltfußballer Cristiano Ronaldo ist auch Europas Fußballer des Jahres. Der portugiesische Superstar von Real Madrid setzte gegen Weltmeister Manuel Neuer und Arjen Robben durch. Als beste Fußballerin des Kontinents wurde Nationalspielerin Nadine Keßler geehrt.

Cristiano Ronaldo ist zu Europas Fußballer des Jahres gewählt worden
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Ronaldo zu Europas Fußballer des Jahres 2014 gewählt

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Foto: dpa, sn hm

Kein Neuer, sondern wieder Cristiano Ronaldo: Der portugiesische Weltfußballer von Real Madrid ist am Donnerstag auch zu Europas Fußballer der Jahres gewählt worden. Der 29 Jahre alte Superstar setzte sich in Monaco gegen Weltmeister-Torwart Manuel Neuer von Rekordmeister Bayern München und dessen Klubkollegen Arjen Robben durch. Als beste Fußballerin des Kontinents wurde Nationalspielerin Nadine Keßler (VfL Wolfsburg) geehrt.

Nadine Keßler zu Europas Fußballerin des Jahres gewählt
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Keßler zu Europas Fußballerin des Jahres 2014 gewählt

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"Ich bin sehr, sehr glücklich", sagte Ronaldo: "Ohne das Team wären persönliche Auszeichnungen nicht möglich — vielen, vielen Dank an alle!" Weiter meinte der Torjäger: "Das Jahr mit Madrid war fantastisch, der Klub hat lange drauf hingearbeitet. Ich bin stolz auf das Team, meinen Trainer und die Fans. Es war harte Arbeit nötig für diese Trophäe."

Bei der Auszeichnung durch die Europäische Fußball-Union (Uefa) zählten für die 54 stimmberechtigten Journalisten Ronaldos überragende Leistungen beim Champions-League-Triumph der Königlichen mehr als die Paraden des deutschen Nationaltorwarts bei der WM in Brasilien. "CR7" stellte mit 17 Toren in der Königsklasse einen sensationellen Rekord auf.

Cristiano Ronaldo – Weltfußballer, Europameister, Torjäger
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Das ist Cristiano Ronaldo

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ie lange Saison kostete ihn allerdings eine gute Endrunde - am Zuckerhut schleppte sich der Teenieschwarm mehr schlecht als recht über den Platz. "Im Leben gewinnt man nichts, wenn man keine Opfer bringt", sagte Ronaldo der spanischen Sportzeitung Marca: "Manchmal muss man ein Risiko eingehen." Die Wählern im Grimaldi-Forum des Fürstentums belohnten ihn mit 26 Stimmen.

Weltmeister Neuer hatte zwar mit 19 Votes vor Robben (9) das Nachsehen, der Ausnahme-Torwart kann sich aber mit seinem bereits im Schrank stehenden Trophäen für Deutschlands Fußballer 2014 des Jahres und den besten Keeper der WM "trösten". Und da ist ja noch dieser goldene Pokal, an dem der 29-Jährige in Brasilien einen Riesenanteil hatte.

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Die Sieger aus Deutschland und der Bundesliga

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"Ich hätte ihn ohne jeden Zweifel gewählt", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der "enttäuscht" war. "Aber ich habe mit ihm gesprochen - er nimmt es mannhaft und ist nicht geknickt." Auch Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer hätte sich einen anderen Ausgang gewünscht: "Manuel Neuer ist Weltmeister geworden und hat damit das Größte erreicht, was es im Fußball gibt - obendrein hat er noch eine herausragende Weltmeisterschaft gespielt. Und Arjen Robben war bei dieser WM vielleicht der beste Feldspieler überhaupt."

Auch Robben (30) ragte in Brasilien heraus, er war in dem niederländischen Durchschnittsteam mit Abstand der Beste und führte die Elftal mit seinen Tempo-Dribblings auf den dritten Platz. Allein: Für die Wahl in Monaco half es nichts.

Ronaldo, der Superstar, war nach Meinung der Experten offenbar auch einfach an der Reihe. Zweimal wurde er bei der in dieser Form seit 2011 durchgeführten Wahl Dritter, einmal zusammen mit Dauerrivale Lionel Messi Zweiter. Mit dem "Double" ist der Anführer des mit Weltmeister Toni Kroos verstärkten Real-Starensembles nun endgültig aus dem großen Schatten des kleinen Argentiniers getreten.

Keßler setzt sich gegen Teamkolleginnen durch

Bei den Fußballerinnen trat Nationalspielerin Nadine Keßler vom deutschen Double-Gewinner VfL Wolfsburg die Nachfolge von Nationaltorhüterin Nadine Angerer an, die im vergangenen Januar zudem Weltfußballerin geworden war. Die 26 Jahre alte Spielführerin der "Wölfinnen"setzte sich gegen ihre Teamkolleginnen Martina Müller (34) und Nilla Fischer (30/Schweden) durch.

"Das ist ein wunderschönes Gefühl", sagte Keßler: "Ich habe damit nicht gerechnet. Das Team hat fantastische Arbeit geleistet. Martina und Nilla hätten es auch verdient."

Die Wolfsburgerinnen hatten in der vergangenen Saison den Titel in der Champions League erfolgreich verteidigt und zudem wie im Vorjahr die Meisterschaft in die Autostadt geholt.

(sid)
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