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Fifa-Skandal erreicht neuen Höhepunkt
Das System Blatter ist am Ende

Fotos: Sepp Blatter: 17 Jahre an der Spitze der Fifa
Fotos: Sepp Blatter: 17 Jahre an der Spitze der Fifa FOTO: dapd, Alessandro Della Bella
Meinung | Düsseldorf. Vielleicht wird der Fußball der US-Justizministerin Loretta Lynch irgendwann ein Denkmal bauen. Denn sie war es, die mit dem Eifer einer aufstrebenden Oberstaatsanwältin Ermittlungen gegen führende Funktionäre des Weltfußballverbands Fifa in Gang brachte. Sie entdeckte einen Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und anderen kriminellen Vergehen. Von Robert Peters

Ihren Ermittlungs-Ergebnissen konnten sich auch die Schweizer Behörden nicht mehr durch jahrelang eingeübtes Wegsehen entziehen. Das Strafverfahren der Schweizer Justiz bringt nun wohl den bislang mächtigsten Mann im Weltfußball zu Fall.

Sepp Blatter hat auch in seiner Heimat abgewirtschaftet. Das System Blatter ist am Ende. Das hat selbst die Fifa-Ethik-Kommission begriffen, die der Präsident lange Zeit dominiert hatte. Nach deren Entscheidung ist Blatters sofortiger Rücktritt überfällig, und Platini kommt für seine Nachfolge nicht infrage.

Wenn sich der Verdacht erhärtet, dass er in ein ganz krummes Geschäft mit Blatter verwickelt ist, dann ist er auch als Uefa-Präsident nicht mehr tragbar. Noch ist gegen Platini zwar kein Strafverfahren eröffnet wie gegen Blatter. Die Sperre durch die Ethik-Kommission aber erhöht die Wahrscheinlichkeit. Loretta Lynch weiß bestimmt schon mehr.

Quelle: RP
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