| 13.48 Uhr

Kroatische Fußball-Ikone
Suker soll Verbindungen zu Wettbetrüger Sapina gehabt haben

Davor Suker soll Verbindungen zu Wettbetrüger Sapina gehabt haben
Davor Suker soll in den Kreis der Ermittlungen gerückt sein. FOTO: afp, ODD ANDERSEN
Der frühere Weltklasse-Fußballer und inzwischen hochrangige Funktionär Davor Suker (47) tauchte offenbar im Dunstkreis des in Deutschland verurteilten Wettbetrügers Ante Sapina auf.

Das berichtet die ARD-Rechercheredaktion Sport. Demnach wird der Name des erst im März ins Uefa-Exekutivkomitee bestellten Kroaten in den Ermittlungsunterlagen der Bochumer Staatsanwaltschaft zum Wettskandal 2009 mehrfach erwähnt.

"Ferner ist zu erkennen, dass die Bande um Sapina auch Kontakte zu Davor Suker unterhält und dieser von Sapina als Strohmann zur Platzierung von Wetten genutzt wird", zitiert die ARD aus den Akten. Suker soll für seinen Landsmann Sapina auf mindestens drei Partien Wetten platziert haben, es handele sich um ein Spiel in der Champions League und zwei in der Europa League. Zudem gehe es um eine weitere Partie. "Sapina informierte Davor Suker und gab ihm den Hinweis, er solle auf die Partie (von) Siroki setzen", soll in den Akten stehen.

Der Torschützenkönig der WM 1998 ist seit 2012 Präsident des kroatischen Verbands HNS, der eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ablehnte. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) verwies auf die Tatsache, dass Suker im Zuge der Ermittlungen weder Beschuldigter noch Zeuge war.

Sapina war bei der Neuauflage des Verfahrens im vergangenen Jahr von der 13. Strafkammer des Landgerichts Bochum zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sapina und sein Komplize Marijo C. hatten gestanden, Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre bestochen zu haben. 51 Spiele, darunter auch Begegnungen in der Champions League und der WM-Qualifikation, sollen manipuliert worden sein.

(sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Davor Suker soll Verbindungen zu Wettbetrüger Sapina gehabt haben


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.