| 11.30 Uhr

Umfrage
Deutsche wollen Beckenbauer als Fifa-Chef

Das ist aus den WM-Helden von 1990 geworden
Das ist aus den WM-Helden von 1990 geworden FOTO: dpa, jhe sk_A hak nic
Für Deutschlands Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer ist zwar der Posten als Präsident des Weltverbandes Fifa kein Thema, doch für die Deutschen bleibt der 69-Jährige trotzdem der Wunschkandidat für die Nachfolge des Schweizers Joseph S. Blatter.

Laut einer Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin stern sehen 18 Prozent der Bundesbürger in dem Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft die beste Lösung.

Jeweils 13 Prozent der Befragten sprachen sich für den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Wolfgang Niersbach, oder den französischen Uefa-Boss Michel Platini aus. Zwölf Prozent wünschen sich Portugals Fußball-Ikone Luis Figo, nur fünf Prozent den englischen Ex-Nationalspieler Gary Lineker.

Fast ein Drittel der Befragten (31 Prozent) mochte oder wollte keine Angaben machen. Der Nachfolger Blatters, der nach heftiger weltweiter Kritik seinen Rücktritt angekündigt hat, soll in einigen Monaten auf einem Außerordentlichen Kongress der Fifa gewählt werden. Der 79-jährige Eidgenosse war auf dem Fifa-Kongress in Zürich Ende Mai zwar in seine fünfte Amtszeit gewählt worden, doch nicht einmal 100 Stunden später kündigte er seine Demission an.

Schulz: Fifa-Gehälter offenlegen

Der SPD-Politiker Martin Schulz (59), Präsident des Europäischen Parlaments, setzt sich derweil im Kampf für mehr Transparenz und gegen Korruption im Fußball-Weltverband Fifa für eine Offenlegung der Gehälter und Aufwandsentschädigungen der Funktionäre ein. "Die Fifa sollte dem Beispiel des IOC folgen", sagte der aus Würselen stammende Schulz der Sport Bild.

Der Sozialdemokrat kann sich auch gut vorstellen, den größeren Verbänden in der Fifa mehr Macht bei wichtigen Entscheidungen zu geben. "Vielleicht könnte man über eine Art Stimmengewichtung mit fallender Proportionalität nachdenken - wobei allerdings gewährleistet werden müsste, dass die kleineren Verbände auch gehört werden und nicht das Prinzip 'Wer zahlt, schafft an' gilt." Im Augenblick hat jeder der 209 Mitgliedsverbände der Fifa eine Stimme im Kongress. Zur geplanten Fifa-Strukturreform sagte Schulz: "Ich empfehle, externen Rat einzuholen von jemandem, der sich mit dem Kampf gegen Korruption auskennt."

(sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Deutsche wollen Franz Beckenbauer als Fifa-Chef


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.