U-17-WM: Deutschland holt ersten Sieg
zuletzt aktualisiert: 23.08.2007 - 14:56Cheonan (RPO). Die deutschen U17-Junioren haben im zweiten Gruppenspiel der Fußball-WM in Südkorea ihren ersten Sieg geholt. Doch ähnlich wie im ersten Spiel gegen Kolumbien musste am Ende trotz einer klaren Führung gezittert werden.
Die Junioren des DFB begannen im zweiten Gruppenspiel gegen Ghana in Cheonan brilliant und führten zur Pause verdient mit 3:0 doch nach dem Seitenwechsel begann das große Zittern am Ende hieß es 3:2. Das Tor zum Achtelfinale wurde dank des Sieges dennoch weit aufgestoßen. Das Team von DFB-Trainer Heiko Herrlich hat nun vier Punkte auf dem Konto der Gruppe F und kann fast sicher für die K.o.-Runde planen.
"Junge Spieler schwanken in ihren Leistungen, das ist normal. Manchmal schlägt sich das auch während der Spiele nieder", sagte Herrlich, nachdem sein Team trotz einer 3:0-Pausenführung zum Schluss in arge Bedrängnis geraten war. Dass seine Schützlinge die Schwächephase in Halbzeit zwei aber anderes als beim 3:3 zum Auftakt gegen Kolumbien, als man 3:1 geführt hatte, relativ unbeschadet überstanden haben, "wird die Jungs in ihrer Entwicklung voranbringen", meinte der frühere Bundesliga-Profi.
Die DFB-Youngsters benötigen im abschließenden Vorrundenspiel gegen Trinidad und Tobago am Sonntag (12.00 Uhr MESZ) lediglich ein Unentschieden, um aus eigener Kraft das Achtelfinale zu erreichen. Die beiden Ersten jeder Gruppe sowie die vier besten Drittplatzierten qualifizieren sich.
Sollte Deutschland an die erste Halbzeit im Spiel gegen Ghana anknüpfen, ist ein Weiterkommen reine Formsache. Die DFB-Elf zog zu Beginn ein druckvolles Offensivspiel auf und führte durch einen Treffer von Sascha Bigalke (Hertha BSC Berlin/5.), ein Eigentor von Ghanas Torhüter Joseph Addo (12.) sowie ein Tor des anfangs sehr auffälligen Mittelfeld-Regisseurs Toni Kroos (27.) schnell mit 3:0.
"In der ersten halben Stunde haben wir überragenden Fußball gespielt", sagte Kapitän Kroos. Der 17-Jährige von Rekordmeister Bayern München kritisierte jedoch, dass sein Team nach der beruhigenden Führung Tempo aus dem Spiel genommen habe: "Danach haben wir nur noch versucht, Gegentore zu vermeiden." So witterten die Ghanaer nach einem Doppelschlag von Ransford Osei (52.) und Sadick Adams (53.) Morgenluft. In der Nachspielzeit hatte Deutschland Glück, dass ein Freistoß von Kelvin Bossmann nur an die Latte ging.
Ein kleiner Wermutstropfen war die Gelb-Rote Karte für den Hannoveraner Konstantin Rausch in der 83. Minute wegen unsportlichen Verhaltens, der damit im nächsten Spiel gesperrt ist. Er hatte sich außerhalb des Platzes behandeln lassen und war - ohne auf das Zeichen des Schiedsrichters zu warten - wieder auf den Platz gelaufen. "Der Platzverweis war gerechtfertigt. Konstantin hatte ein Signal des vierten Schiedsrichters falsch gedeutet", erklärte Herrlich.
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