EM-Qualifikation: DFB-Frauen setzen Serie fort
zuletzt aktualisiert: 28.10.2007 - 15:29Lübeck (RPO). Im ersten Pflichtspiel nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft in China haben die deutschen Damen ihre Serie fortgesetzt und einen einen weiteren Schritt Richtung EM-ENdrunde in Finnland 2009 gemacht.
Das DFB-Team schlug die Auswahl Belgiens in Lübeck verdient mit 3:0 (2:0) und baute durch den vierten Sieg im vierten Spiel seine Führung in der Gruppe 4 weiter aus. Mit einem weiteren Erfolg in der bevorstehenden Partie in den Niederlanden am Donnerstag (20 Uhr) könnte die deutsche Mannschaft die EM-Qualifikation so gut wie perfekt machen.
Vor 17.000 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Lohmühle brachten Tore der Frankfurterin Kerstin Garefrekes (8. Minute) und von Sandra Minnert (10.) vom SC Bad Neuenahr das Team von Bundestrainerin Silvia Neid früh auf die Siegerstraße. Allerdings dauerte es danach bis zur 74. Minute, ehe die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt) den Endstand herstellte.
Unter den Augen von DFB-Präsident Theo Zwanziger und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen zeigte die DFB-Auswahl von Beginn an erfrischenden Offensivfußball und setzte den Gegner damit gleich unter Druck. Schon in der 3. Minute prüfte Stürmerin Prinz Belgiens Torfrau Gave van Poucke mit einem ersten Schuss, nach dem sie sich schön im linken Strafraum durchgesetzt hatte. Nur fünf Minuten später sorgte Garefrekes nach einer Flanke der Wolfsburgerin Martina Müller aus kurzer Distanz für die deutsche Führung.
Die in allen Belangen unterlegenen Gäste hatten sich von dem frühen Rückstand noch nicht erholt, als Minnert bereits auf 2:0 erhöhte. Die Abwehrspielerin, die wegen eines Knorpelschadens im linken Knie ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft nach dem Spiel am Donnerstag in den Niederlanden angekündigt hat, traf nach einer Ecke von Melanie Behringer mit einem sehenswerten Kopfball. Danach zogen sich die Belgierinnen fast komplett an den eigenen Strafraum zurück und machten den deutschen Frauen das Durchkommen damit deutlich schwerer.
Dennoch hatte der Welt- und Europameister auch in der Folgezeit immer wieder gute Chancen, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Sowohl bei einem Kopfball von Linda Bresonik (19.) als auch einem Schuss von Prinz (40.) fehlten jeweils nur ein paar Zentimeter zum Torerfolg.
Deutschland klar überlegen
Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich weiter ein Spiel auf ein Tor, wobei die DFB-Spielerinnen im Abschluss mehrmals nur knapp scheiterten. Die beste Gelegenheit zum 3:0 vergab zunächst die eingewechselte Potsdamerin Anja Mittag nach gut einer Stunde, als sie freistehend mit einem Schuss an van Poucke scheiterte (61.). Wenig später war dann Prinz zur Stelle und nutzte eine gute Vorlage von Garefrekes.
Beste Spielerinnen im Team von Silvia Neid waren Garefrekes und Minnert, die in ihrem vorletzten Länderspiel ein großes Laufpensum auf der linken Seite erledigte. Bei den Belgierinnen konnten mit Abstrichen Torfrau van Poucke und Spielführerin Femke Maes gefallen.
STATISTIK:
Deutschland: Angerer (Turbine Potsdam) - Stegemann (SG Wattenscheid 09), Krahn (FCR Duisburg), Hingst (Djurgarden IF) ab 81. Fuss (FCR Duisburg), Minnert (SC Bad Neuenahr) - Garefrekes (1. FFC Frankfurt), Bartusiak (1. FFC Frankfurt), Bresonik (SG Essen-Schönebeck), Behringer (SC Freiburg) ab 46. Mittag (Turbine Potsdam) - Müller (VfL Wolfsburg) ab 46. Bajramaj (FCR Duisburg), Prinz (1. FFC Frankfurt). - Trainerin: Neid
Belgien: van Poucke - Medard, Jacques, de Cock, Vandegoor - Verbruggen ab 68. Zeler, Timmermans - Demoustier ab 72. Elsen, Maes, Coutereels ab 83. Cayman - Verelst. - Trainerin: Noe
Schiedsrichterin: Marija Damjanovic (Kroatien)
Tore: 1:0 Garefrekes (8.), 2:0 Minnert (10.), 3:0 Prinz (74.)
Zuschauer: 17.000 (ausverkauft)
Beste Spielerinnen: Garefrekes, Minnert - van Poucke, Maes
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: - de Cock
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