| 22.31 Uhr

WM mit 40 Teams
DFB und DFL watschen Infantino ab

Porträt: Infantino - neuer Fifa-Präsident
Porträt: Infantino - neuer Fifa-Präsident FOTO: dpa, hm
Mainz. Die deutschen Fußball-Verbände sind geschlossen gegen eine Mammut-WM mit 40 Mannschaften. Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff und DFL-Boss Christian Seifert erteilten den Plänen des neuen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino, der die Endrunde von 32 auf 40 Teilnehmer aufstocken möchte, eine Absage.

"Dem stimme ich als Vertreter des DFB nicht zu, das heiße ich nicht gut. Das bläht alles noch weiter auf. Wie es jetzt ist, ist es gut", sagte Bierhoff am Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion in Mainz.

Ähnlich äußerte sich Seifert. "Da halte ich gar nichts von. Das sind immer Entscheidungen, die zu Lasten der Ligen gehen. Das ist nicht gut für die Fußballkultur in der ganzen Welt", sagte der DFL-Boss: "Und man darf nicht vergessen, dass die WM mit den europäischen Ligen steht und fällt."

Zuletzt hatte sich bereits die Europäische Klub-Vereinigung ECA unter dem Vorsitz von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge vehement gegen eine Aufstockung ausgesprochen.

Infantino hatte zuvor am Dienstag seine Idee von einer Mammut-WM verteidigt. Es würden dann nur 19 Prozent der Mitglieder des Fußball-Weltverbandes teilnehmen, "das ist nicht zu viel", sagte der Schweizer in einem Interview auf der Fifa-Homepage: "Wir würden acht weiteren Ländern die Möglichkeit geben teilzunehmen, aber vielen weiteren die Chance, davon zu träumen."

(sid)
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