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Spielabbruch im FA-Cup
Bolton-Profi Muamba kollabiert auf dem Feld
FA-Cup 11/12: Bolton-Profi erleidet Zusammenbruch
FA-Cup 11/12: Bolton-Profi erleidet Zusammenbruch FOTO: dpa, Facundo Arrizabalaga
London. Tragische Szenen im englischen Fußball-Pokal: Fabrice Muamba von den Bolton Wanderers kämpfte um sein Leben, nachdem er mitten in der Partie gegen Tottenham Hotspur zusammengebrochen war. Der 23-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand stabilisierte sich.

Erschütternder Vorfall im FA-Cup: Fabrice Muamba von den Bolton Wanderers ist im Viertelfinale des englischen Fußball-Pokals leblos zusammengebrochen. Das Spiel bei Tottenham Hotspur wurde daraufhin am Samstagabend in der 41. Minute beim Stand von 1:1 abgebrochen.

"Es ist sehr ernst"

Muamba befindet sich nach seinem Zusammenbruch weiter in sehr kritischem Zustand. "Es ist sehr ernst. Die nächsten 24 Stunden werden entscheidend sein", sagte Boltons Trainer Owen Coyle am Sonntagmorgen dem Sender "Sky". Er befindet sich im Herzinfarktzentrum eines Londoner Krankenhauses.

Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler war ohne Einwirkung eines Gegenspielers mitten auf dem Platz kollabiert. Er wurde auf dem Spielfeld an der White Hart Lane wiederbelebt - laut BBC sowohl per Mund-zu-Mund-Beatmung als auch mit einem Defibrillator. Bis zu sechs Mediziner haben ihn dem Sender zufolge auf dem Feld behandelt. Eine Reihe von Spielern hatte sich um den einstigen Arsenal-Nachwuchsspieler und 33-fachen englischen U-21-Nationalspieler versammelt. Einige weinten, einige hielten sich die Hand vors Gesicht.

Nach rund zehn Minuten Behandlung wurde Muamba, der in der Demokratischen Republik Kongo geboren wurde, auf einer Trage aus dem Stadion transportiert und in ein Krankenhaus gebracht. Es gab Augenzeugen, die schilderten, er habe dabei geatmet. Der TV-Sportsender ESPN berichtete dagegen, er habe im Spieler-Tunnel nicht geatmet. Begleitet wurde Muamba ins Krankenhaus von Boltons Trainer Owen Coyle und Mannschaftskapitän Kevin Davies.

Abbruch nach Zusammenbruch

Referee Howard Webb hielt Rücksprache mit Spielern sowie Coyle und Spurs-Coach Harry Redknapp. Kein Profi soll sich in der Lage gefühlt haben, weiterzuspielen - daraufhin brach der Schiedsrichter die Partie ab. Die Bolton Wanderers gaben zunächst nur ein kurzes Statement ab und bestätigten, dass Muamba in einer Klinik ist. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch keine weiteren Informationen geben", hieß es zu seinem Gesundheitszustand. Spurs-Star Rafael van der Vaart twitterte anschließend: "Wir alle beten für ihn."

Gordon Taylor, Chef der englischen Spielergewerkschaft PFA, sagte:
"In diesem Moment warten, hoffen und beten wir alle. Für unsere Fußballfamilie ist das furchtbar, so etwas mitanzusehen. Wir hoffen nur, dass es nicht so eine Situation wie mit Marc-Vivien Foé ist." Der Kameruner war 2003 beim Konföderationen-Pokal gegen Kolumbien ohne Fremdeinwirkung aufgrund eines Herzversagens kollabiert. Im Krankenhaus in Lyon konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.

Quelle: dpa
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