Deutscher singt ManUnited-Hymne: Ein Lied für Sir Alex
zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 - 10:06Düsseldorf (RPO). Der deutsche Sänger Fabrian Goroncy hat ein Lied für Sir Alex Ferguson, Trainer des englischen Spitzenklubs Manchester United, gesungen. Im Interview mit unserer Redaktion spricht er über seinen Lieblingsverein, die Hymne und die Nervosität vor dem geplanten Live-Auftritt in Manchester.
Herr Goroncy, wie oft sind Sie in Köln im Stadion?
Fabrian Goroncy: Gar nicht. Außer jemand würde mich dorthin einladen, dann schaue ich mir gern mal ein Spiel an.
Die FC-Hymne hat die gleiche Melodie wie Ihr Song "Red is the Man". Warum passt die Melodie so gut auf ihre Hymne für Sir Alex Ferguson und was ist das Besondere an dem Song?
Goroncy: Na ja, "Fergie" ist in Govan geboren. "Red is the Rose" ist eine uralte irisch/schottische Melodie. Da liegt die Verbindung zu Sir Alex Ferguson nahe. Der Song ist eine Mischung aus Pop und "Singer-Songwriting". Zusammen mit Michael Graves, dem Produzenten von Robin Gibb ("Please" 2003) und Will Robinson haben wir ein grandioses Ergebnis erzielt, denke ich. Der Song, so wie wir ihn produziert und gestaltet haben, ist etwas für viele Ohren, nicht nur zum "Mitgrölen".
Wieso sind Sie Manchester-United-Fan?
Goroncy: Meine Eltern waren schon immer United Fans. Ich denke mal, das war dann der entscheidende Einfluss.
Wie kam es dazu, dass ausgerechnet Sie den Song singen durften?
Goroncy: Der Produzent von "Red Is The Man", Will Robinson, rief mich an und sagte, ich habe die perfekte Stimme für sein Vorhaben.
Schauen Sie sich die Heimspiele der "Red Devils" im Fernsehen an?
Goroncy: Auf jeden Fall! Und nicht nur die Heimspiele.
Was denken Sie, wenn Sie ihren Song aus 75.000 Kehlen im "Theatre of Dreams" hören?
Goroncy: Vor lauter Gefühlen kann ich da nicht mehr "denken". Das ist dann doch zu überwältigend.
Die ManUnited-Fans wissen sicher, dass ein Deutscher die Hymne geschrieben hat. Gab es da keine böse Post aus Manchester?
Goroncy: Warum sollte es böse Post von den Fans geben, wenn ich ich als Deutscher für ihren Verein singe? Nein, es gab bisher, außer ein paar Fans von Bayern München und Liverpool ausschließlich wertschätzende Resonanz. Und ich singe diesen Song überwiegend als "Mensch" und nicht nur als Deutscher. Das merken die Fans.
Ist es geplant, dass Sie den Song in naher Zukunft live im Stadion singen?
Goroncy: Ja, das ist in Planung.
Vorausgesetzt es klappt - haben Sie schon in Rezept gegen die Nervosität?
Goroncy: Tief durchatmen und raus auf die Bühne! Das hat schon immer geholfen.
Können Sie sich vorstellen, auch mal für einen deutschen Klub eine Hymne zu singen? Wenn ja, für welchen?
Goroncy: Ja, kann ich mir vorstellen. Für welchen Verein, das bleibt allerdings noch mein Geheimnis. Für den 1. FC Köln könnte ich es mir selbstverständlich auch vorstellen. Der Verein ist mir durchaus symphatisch.
Zur Person: Fabrian Goroncy (33) ist ein deutscher Sänger und Songwriter aus Wetterau (Hessen). Die englische Presse bezeichnet ihn wegen der Hymne für Alex Ferguson als einen der großartigsten Pop- und Folkloresänger Deutschlands.
Stephan Seeger stellte die Fragen.
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