| 17.18 Uhr

"The Special One"
FC Chelsea feuert Trainer Jose Mourinho

Fotos: Chelsea-Leistung macht Mourinho fassungslos
Fotos: Chelsea-Leistung macht Mourinho fassungslos FOTO: ap
Die Zeit von Jose Mourinho beim FC Chelsea ist endgültig abgelaufen. Das teilte der Verein aus London am Donnerstag mit. Der Klub reagierte damit auf den Absturz des Teams auf Tabellenplatz 16. Chelsea liegt in der Premier League nur zwei Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz.

"Sacked" (Entlassen) schreibt die "Sun" auf ihrer Titelseite. Und auch der Mirror berichtet von einer Entlassung des Portugiesen: "Chelsea SACK Jose Mourinho just seven months after winning Premier League title" (Chelsea schmeißt Mourinho nur sieben Monate nach dem Gewinn der englischen Meisterschaft raus).

Mit neun Niederlagen in 16 Saisonspielen hat der Titelverteidiger schon so oft verloren wie in den vergangenen beiden Spielzeiten zusammen. 

Nach der 1:2-Niederlage am Montag beim Überraschungs-Tabellenführer Leicester City hatte Mourinho noch um einen Verbleib bei seinem Herzensklub gebettelt. "Ich will unbedingt bleiben", sagte er: "Ich hoffe, dass der Vorstand und Mister Abramowitsch auch wollen, dass ich bleibe."

Der allmächtige Klubboss Roman Abramowitsch entschied am Donnerstag aber anders: In einem kurzen Statement auf der Klubhomepage sprach der Verein Mourinho seinen Dank für dessen "immensen Beitrag" aus. Nach insgesamt fünf Jahren beim FC Chelsea ist für "The Special One" zum zweiten Mal Schluss. Im September 2007 hatte er nach Meinungsverschiedenheiten mit dem russischen Milliardär schon einmal gehen müssen - damals nach sechs Titeln in drei Jahren.

"Die Klub möchte klarstellen, dass Jose uns im Guten verlässt. Er wird immer eine sehr geliebte, respektierte und bedeutende Figur beim FC Chelsea bleiben", teilte der Verein mit. Bei seinem zweiten Engagement führte Mourinho die Blues im vergangenen Jahr zum Meistertitel. Im August wurde sein Vertrag vorzeitig bis 2019 verlängert.

Die Schuld für das Versagen in dieser Saison suchte der Startrainer zuletzt bei seinen Spielern. "Ich wurde um meine Arbeit betrogen", schimpfte er: "Aktuell dürfen sie sich nicht wie Superstars fühlen."

Als Nachfolger für den Portugiesen sind der niederländische Coach Guus Hiddink und der Spanier Juande Ramos im Gespräch. Laut der spanischen Zeitung "AS" bestätigte Ramos-Berater Gines Carvajal, dass sich der 61-jährige Spanier bereits auf dem Weg in die englische Hauptstadt befinde.

Ramos ist derzeit ohne Verein. Zuletzt war der ehemalige Trainer von Real Madrid bei Dnipro Dnipropetrowsk in der Ukraine tätig. Der Spanier gewann 2006 und 2007 den UEFA-Pokal mit dem FC Sevilla. In der Saison 2008/09 trainierte er Real Madrid.

 

(old)
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