Nach Remis von ManU: Ferguson geht auf Schiedsrichter los
zuletzt aktualisiert: 04.10.2009 - 12:09Manchester (RPO). Nach dem mageren 2:2 gegen den FC Sunderland verlor Sir Alex Ferguson die Contenance. "Das ist doch ein Armutszeugnis. Im Ausland gibt es Schiedsrichter, die sind fit wie Metzgers Hund. Unser Schiedsricher war es heute nicht", meinte der Teammanager des englischen Fußball-Meisters Manchester United mit Blick auf Referee Alan Wiley.
Einmal in Rage geredet, legte Ferguson nach: "Der Schiedsrichter war eine einzige Enttäuschung. Er war nicht fit genug für ein Spiel auf diesem Niveau." Der Unparteiische habe sogar Pausen zwischendurch eingelegt. "Es war lächerlich", meinte Ferguson.
Durch das 2:2 verschenkte ManU wichtige Punkte im Kampf um die Titelverteidigung. Darren Bent (7.) und Kenwyne Jones (58.) hatten Sunderland bei einem Gegentreffer des ehemaligen Leverkuseners Dimitar Berbatow (51.) zweimal in Führung gebracht. Ausgerechnet ein Eigentor von Sunderlands Anton Ferdinand, Bruder von Manchesters Nationalverteidiger Rio Ferdinand, rettete den Red Devils in der Nachspielzeit das Unentschieden.
Kevin Prince Boateng, ehemaliger Profi von Hertha BSC Berlin und Borussia Dortmund, leitete mit seiner Vorarbeit den ersten Sieg des FC Portsmouth ein. Hassan Yebda vollendete zum 1:0 bei Aufsteiger Wolverhampton Wanderers und sicherte Portsmouth die ersten Punkte der Saison. Mit sieben Niederlagen in den ersten sieben Spielen hatte das Schlusslicht den schlechtesten Start eines erstklassigen Klubs seit 1930 hingelegt.
Derweil ranken sich um die finanzielle Lage des Klubs neue Spekulationen. Klub-Besitzer Sulaiman al-Fahim kündigte an, dass er Klub-Anteile an Landsmann Ali al-Faraj, Teilhaber des Ol-Riesen Saudi Basic Industries Corp (SABIC) abgeben wolle. "Ich denke, am Montag oder Dienstag werden wir uns einigen", sagte al-Fahim.
Die finanzielle Situation von Portsmouth ist angespannt. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Spieler und Angestellte der Führungsebene offenbar nicht rechtzeitig ihr Geld bekommen hatten. Al-Fahim hatte in der vergangenen Woche noch versprochen, dass er rund 55 Millionen Euro in den Klub stecken wolle.
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