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Ehemalige Mannschaftsärzin prüft Klage
Mourinho droht nach Fehde juristisches Nachspiel

13/14: Hübsche Ärztin versorgt verletzte Chelsea-Spieler
13/14: Hübsche Ärztin versorgt verletzte Chelsea-Spieler FOTO: ap, AG
London. Für Teammanager Jose Mourinho und den FC Chelsea könnte die viel diskutierte Fehde mit einer Mannschaftsärztin nun sogar juristische Konsequenzen haben.

Wie englische Medien am Dienstag berichteten, hat die zuletzt suspendierte Medizinerin Eva Carneiro die Londoner endgültig verlassen und erwägt nun rechtliche Schritte gegen den Premier-League-Klub.

Demnach hätte Carneiro am vergangenen Freitag wieder wie gewohnt zur Arbeit erscheinen dürfen, habe darauf jedoch seither verzichtet. Grundlage der geplanten Klage sei nun, dass ihr die Fortsetzung ihrer Arbeit durch den Klub unmöglich gemacht worden sei, obwohl sie sich vertragskonform verhalten habe.

Der Streit hatte sich während des Ligaspiels der Blues am 8. August gegen Swansea City entzündet. Carneiro war auf Bitten des Schiedsrichters auf den Platz geeilt, um den offenbar verletzten Chelsea-Profi Eden Hazard zu betreuen. Mourinho war darüber verärgert, weil seine nach der Roten Karte gegen Torhüter Thibaut Courtois ohnehin dezimierte Mannschaft in der Folge mit nur noch neun Mann weiterspielen musste.

Videoaufnahmen zeigten, wie Mourinho lautstark in Richtung Carneiro schimpfte. "Ob Zeugwart, Arzt oder Sekretär - wenn du auf der Bank bist, musst du das Spiel verstehen", sagte er nach dem Spiel.

Die anschließende Suspendierung Carneiros brachte Mourinho heftige Kritik ein, wenig später wurde zudem bekannt, dass Carneiro auch Sexismus-Vorwürfe erhebt. Der Star-Trainer soll sie demnach massiv beleidigt haben und sich nun vor dem englischen Verband FA verantworten. Dem Portugiesen droht im Falle einer Verurteilung eine Sperre von mindestens fünf Spielen.

(sid)
 
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