| 18.13 Uhr

"Teil des Geschäfts"
Klopp kann über Raiolas Attacke nur schmunzeln

Porträt: Jürgen Klopp: Kult-Trainer und Meister-Macher
Porträt: Jürgen Klopp: Kult-Trainer und Meister-Macher FOTO: dpa, gh
Liverpool . Teammanager Jürgen Klopp vom englischen Traditionsklub FC Liverpool hat achselzuckend auf die drastische Beleidigung von Mario Balotellis Berater Mino Raiola reagiert. Er sei "0,0" verärgert wegen der Aussagen des Agenten, sagte Klopp am Donnerstag lächelnd.

"Ich kenne ihn. Aber mich interessiert das nicht. Das ist Teil des Geschäfts, alles gut", ergänzte Klopp, "das ist eine freie Welt, zumindest in einigen wenigen Teilen. Er kann sagen, was er will, kein Problem."

Balotelli-Berater beschimpft Klopp als "Scheißkerl"

Raiola hatte Klopp nach dem Wechsel seines Klienten zu OGC Nizza angegriffen. "Dass Klopp nicht korrekt war, ist noch untertrieben: Er ist ein Stück Scheiße gewesen", sagte er der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport. Klopp sei "kein großer Trainer" und habe Balotelli alleine trainieren lassen. Dem widersprach Klopp. "Ich habe ihn nicht isoliert", sagte er.

Am Samstag gegen Meister Leicester City muss Klopp auf Nationalspieler Emre Can verzichten. Der EM-Teilnehmer habe "ein kleineres Problem am Knöchel", sagte Klopp am Donnerstag. Außerdem fällt der ehemalige Augsburger Ragnar Klavan (Knie) aus.

"Es ist viel besser, aber Emre hatte keine perfekte Vorbereitung und wenig Spiele. Dazu kam jetzt wieder eine zweieinhalbwöchige Pause", sagte Klopp über Can, den er noch in dieser Woche im Training zurückerwartete: "Aber für Leicester reicht das noch nicht."

Can hatte sich am 23. August im Ligapokal bei Burton Albion (5:0) ohne Einwirkung eines Gegenspielers am Knöchel verletzt. Wegen der Blessur hatte er Klopp bereits im Ligaspiel bei Tottenham Hotspur (1:1) gefehlt. Zudem musste der 22-Jährige seine Teilnahme an den Länderspielen gegen Finnland (2:0) und in Norwegen (3:0) absagen.

Stadionerweiterung bringt Vorteile für Liverpool

Nach der Stadionerweiterung werden 8000 mehr Fans ins Stadion kommen. "Das ist unser erstes Heimspiel. Und es sind 8000 mehr im Stadion", kommentierte Klopp. "Das ist eine Macht und die müssen wir nutzen."

Weil die Umbauarbeiten am Stadion erst jetzt abgeschlossen wurden, hatte der FC Liverpool die ersten drei Saisonspiele auswärts gespielt. Nach der Erweiterung der Haupttribüne stehen an der Anfield Road nun mehr als 54.000 Plätze zur Verfügung.

(sid)
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