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Touré feiert Traum-Comeback für ManCity
Fan stürmt Platz mit Kind auf Arm

Platzsturm mit Tochter auf dem Arm nach Siegtor
Platzsturm mit Tochter auf dem Arm nach Siegtor FOTO: ap, MD
London. Yaya Touré feierte ein Traum-Comeback bei Manchester City. Trotz Zwistigkeiten mit Teammanager Pep Guardiola durfte er bei Crystal Palace spielen und war mit zwei Toren der Matchwinner für die Citizens. Ein Fan stürmte vor Freude mit Tochter auf dem Arm den Platz.

Als Touré nach seinem Traum-Comeback für Manchester City in der Umkleidekabine des englischen Spitzenklubs verschwand, waren Jubel und Applaus unüberhörbar. "Das war fantastisch, die Jungs waren immer für mich da", sagte der 33-Jährige über den Empfang der Teamkollegen. Und selbst der große Pep Guardiola, bei dem Touré unverschuldet über Monate hinweg in Ungnade gefallen war, holte zur Lobeshymne aus.

Lobeshymne von Guardiola

"Ich bin sehr glücklich, dass er nun wirklich zum Team gehört", sagte der Teammanager der Citizens nach dem 2:1 (1:0) bei Crystal Palace am Samstag: "Es geht nicht nur um seine Leistung heute. Er ist wieder der Spieler, der uns helfen kann, unsere Ziele zu erreichen." Alles, was Touré, der in London beide City-Treffer erzielte, dafür tun musste, war öffentlich zu Kreuze zu kriechen.

Anfang November sah sich Afrikas viermaliger Fußballer des Jahres gezwungen, bei Facebook um Entschuldigung für die Äußerungen seines Beraters Dimitri Seluk zu bitten. Der Ukrainer hatte Guardiola zu Saisonbeginn heftig dafür kritisiert, dass Touré nicht in den Champions-League-Kader des Scheich-Klubs berufen wurde. Von "Demütigung" war die Rede, Guardiola halte sich (fälschlicherweise) "für Gott".

Das alles hatte Touré ausbaden müssen. Der verdiente City-Profi machte im Anschluss kein Spiel mehr, Guardiola demonstrierte am Beispiel des langjährigen Nationalspielers der Elfenbeinküste seine Macht in Manchester.

Touré ist stolz und dankt Guardiola

"Das war keine einfache Situation für mich", sagte Touré: "Aber nun bin ich sehr stolz und Pep Guardiola sehr dankbar, dass er mich hat spielen lassen. Ich gehöre auf den Rasen und bin einfach nur glücklich." Der Inhalt des persönlichen Gesprächs mit Guardiola bleibe aber geheim, "zwischen mir und ihm", sagte der 33-Jährige, der mit dem Ex-Bayern-Trainer während der gemeinsamen Zeit beim FC Barcelona alle sechs möglichen Titel gewonnen hatte.

"Back with a bang" – also "zurück mit einem Knall" schrieb die "Daily Mail". Borussia Mönchengladbach braucht aber vor einer weiteren Leistungsexplosion des Ivorers keine Angst zu haben – auch im Gruppenspiel der Königsklasse am Mittwoch (20.45/Sky) im Borussia-Park ist Touré nicht spielberechtigt. In der Premier League winken dem Mittelfeldspieler aber weitere Einsätze, das Titelrennen ist völlig offen. Da kann Touré eingreifen.

(sid)
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