127. FA-Cup-Finale: Portsmouth jubelt nach 69 langen Jahren
zuletzt aktualisiert: 17.05.2008 - 19:08London (RPO). Der FC Portsmouth hat den englischen FA-Cup gewonnen und damit den ersten Titel seit 69 Jahren geholt. Im 127. Finale wurde der Erstligist seiner Favoritenrolle gerecht und siegte 1:0 (1:0) gegen den Zweitligisten Cardiff City.
Der Nigerianer Nwankwo Kanu erzielte in der 37. Minute im Londoner Wembley-Stadion das Tor des Tages und sicherte dem Klub den begehrten Pokal im ältesten Fußball-Wettbewerb der Welt. Schon im Halbfinale hatte der Ex-Arsenal-Angreifer, der in der 87. Minute gegen den tschechischen EM-Torschützenkönig von 2004, Milan Baros, ausgewechselt wurde, das 1:0-Siegtor gegen West Bromwich Albion erzielt.
Die Südengländer aus Portsmouth, Heimatstadt des berühmten englischen Schriftstellers Charles Dickens, hatten die Trophäe zuvor 1939 (4:1 gegen Wolverhampton Wanderers) gewonnen und hielten diese wegen des Zweiten Weltkrieges sieben Jahre. Der große Underdog im Endspiel war der Zweitliga-Zwölfte aus Cardiff.
Die Waliser haben immerhin ihren festen Platz in den Geschichtsbüchern als einziger nichtenglischer Klub, der je den FA Cup gewinnen konnte. 1927, vor 81 Jahren also, war dies durch einen 1:0-Sieg gegen den FC Arsenal. Eine Wiederholung gelang am Samstag nicht. Zuletzt hat West Ham United 1980 als Zweitligist den Pokal gewonnen.
Der englische Pokalwettbewerb wurde in dieser Saison von zahlreichen Favoritenstürzen geprägt. Im Halbfinale hatte Cardiff den Favoritenschreck FC Barnsley bezwungen. Barnsley, Team des deutschen Torhüters Heinz Müller, hatte zuvor unter anderem den FC Liverpool und Titelverteidiger FC Chelsea ausgeschaltet.
Portsmouth stand zum vierten Mal im Endspiel. Die Mannschaft von Teammanager Harry Redknapp hatte verhindert, dass erstmals in der 137-jährigen Geschichte des FA-Cups kein Team aus der höchsten englischen Klasse im Endspiel vertreten wart.
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