| 22.06 Uhr

Schmiergeld-Skandal in England
Southamptons Co-Trainer Black unter Verdacht

Schmiergeld-Skandal in England: FC Southamptons Eric Black unter Verdacht
Southamptons Assistenzcoach Eric Black (Archiv) FOTO: afp
Southampton. Der Wirbel im englischen Fußball um verbotene Schmiergeldzahlungen geht weiter. Eric Black, Co-Trainer beim Premier-League-Klub FC Southampton, könnte als nächster seinen Job verlieren. 

Nach dem Sturz von Englands Teammanager Sam Allardayce und Verdachtsmomenten gegen weitere Funktionäre gerät auch ein Verantwortlicher aus der Premier League in den Blickpunkt: Assistenztrainer Eric Black vom FC Southampton. Black wurde von der englischen Tageszeitung "Daily Telegraph" mit versteckter Kamera dabei gefilmt, wie er einer angeblichen Spielervermittlerin Tipps gab, um durch Bestechung unterklassige Fußballer unter Vertrag nehmen zu können.

Der Klub erklärte in einer Stellungnahme, dass er von der Zeitung bereits alle Black betreffende Unterlagen angefragt habe, dies aber abgelehnt worden sei. Southampton betonte darüber hinaus, mit dem englischen Verband und der Liga eng zusammenzuarbeiten.

Gegen Ex-Star Hasselbaink wird ermittelt

Zuvor hatte es weitere Enthüllungen gegeben. Die Queens Park Rangers haben gegen Trainer und Ex-Stürmerstar Jimmy Floyd Hasselbaink Untersuchungen eingeleitet, der FC Barnsley hat seinen Assistenzcoach Tommy Wright bis auf Weiteres suspendiert, und bei Ex-Meister Leeds United muss sich Vereinsbesitzer Massimo Cellino gegen Vorwürfe wegen Beihilfe zur Umgehung von Transferbestimmungen zur Wehr setzen.

Alle drei hatten in Gesprächen mit verdeckt arbeitenden Reportern des "Daily Telegraph" entweder unlautere Angebote für eine Zusammenarbeit gegen Honorare in bis zu mittlerer fünfstelliger Höhe angenommen oder Tipps zur Aushebelung des Verbots von Dritteigentümerschaften an Spielern gegeben. Hasselbaink, Wright und Cellino wiesen die Anschuldigungen zurück.

Der am Dienstag zurückgetretene englische Teammanager Allardyce war im August bei einem Gespräch mit Reportern der englischen Zeitung, die sich als Investoren ausgegeben hatten, gefilmt worden. Der Coach soll in der Unterhaltung gesagt haben, dass es möglich sei, die Regularien des englischen Verbandes FA bezüglich der Dritteigentümer-Verträge zu umgehen.

Der Weltverband FIFA und die FA haben diese Praxis verboten. Außerdem habe Allardyce mit den angeblichen Investoren einen Beratervertrag unterschrieben, der ihm 461.000 Euro einbringen sollte.

(sb/sid)
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