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"Keine Ausrichtung gegen deutschen Trainer"
Ferguson: Klopp - warum kein Deutscher?

Premier League: Sir Alex' letztes Spiel im Old Trafford
Premier League: Sir Alex' letztes Spiel im Old Trafford FOTO: dpa, pp ks
Trainer-Ikone Sir Alex Ferguson sieht keine grundsätzlichen Hindernisse für ein Engagement von Jürgen Klopp als Teammanager des englischen Spitzenklubs FC Liverpool.

"Ich kann, in welcher Form auch immer, keine Ausrichtung gegen einen deutschen Trainer erkennen", sagte der frühere Erfolgscoach des englischen Rekordmeisters Manchester United im Interview mit dem Fachmagazin kicker zu den unterschiedlichen Anforderungen für Fußballlehrer auf der Insel und in der Bundesliga.

Es gebe keinen Grund, meinte Ferguson zu den Spekulationen über eine bevorstehende Verpflichtung Klopps als Nachfolger von Liverpools entlassenem Teammanager Brendan Rodgers weiter, "das nicht souverän anzugehen. Schotten, Portugiesen, Spanier, Franzosen, Italiener arbeiten hier erfolgreich, warum kein Deutscher?"

Auch die traditionelle Doppelfunktion von Teammanagern im englischen Fußball als Trainer einerseits und Manager andererseits würde aus Sicht des 67 Jahre alten Schotten nicht gegen den aus der Bundesliga lediglich als Coach gefordert gewesenen Klopp sprechen.

Die Trainer des FC Liverpool seit Bill Shankly FOTO: afp, os/mb

"In England verändert es sich etwas. Die Zeit, in der ein Manager die Kontrolle im Klub hatte, so wie ich in Manchester, geht vorbei", beschrieb Ferguson die Entwicklung der Trainer-Aufgaben aus seiner Sicht: "Sie werden immer häufiger Strukturen finden, in denen etwa ein General Manager die Verantwortung trägt für die Verträge bei Spielerverpflichtungen. Heute werden die Klubs größer und größer. Da muss man die Führung entsprechend aufstellen, mehr delegieren, mehr Personen vertrauen. Sonst raubt es zu viel Energie."

(sid)
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