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Ex-Fifa-Generalsekretär
Schweizer Justiz ermittelt gegen Valcke

Ex-Fifa-Generalsekretär: Schweizer Justiz ermittelt gegen Jerome Valcke
Die Schweizer Bundesanwaltschaft BA hat ein Strafverfahren gegen den früheren FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke eröffnet. FOTO: dpa, mr pt sam
Die Schweizer Justiz hat nach dem früheren Fifa-Boss Joseph S. Blatter nun auch den früheren Generalsekretär Jerome Valcke ins Visier genommen. Die Bundesanwaltschaft (BA) hat strafrechtliche Ermittlungen gegen den Franzosen aufgenommen.

Das bestätigte die BA dem SID. Laut der Behörde wurden am Donnerstag Hausdurchsuchungen und Verhöre durchgeführt. Valcke wurde aber nicht verhaftet, es gelte die Unschuldsvermutung.

"Die BA führt im Rahmen des Fifa-Fallkomplexes ein Strafverfahren gegen den ehemaligen Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke wegen Verdachts der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie weiterer Delikte", hieß es in der BA-Mitteilung: "Die BA eröffnete das Verfahren aufgrund von zwei Strafanzeigen, in welchen Vorwürfe gegen Valcke in Zusammenhang mit den durch die Ethikkommission untersuchten Sachverhalten erhoben werden."

Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes hatte Valcke Mitte Februar wegen Amtsmissbrauchs in mehreren Fällen für zwölf Jahre gesperrt und zu einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 91.000 Euro verurteilt. Schon Mitte Januar war er von der Fifa entlassen worden.

Der 55-Jährige, einst die rechte Hand Blatters, soll sich nach Erkenntnissen der Ermittler beim Ticketverkauf für WM-Endrunden persönlich bereichert haben. Zudem wird Valcke vorgeworfen, private Reisen auf Kosten des Weltverbandes unternommen zu haben. Außerdem soll Valcke versucht haben, die TV-Rechte für die WM 2018 in Russland und die WM 2022 in Katar in der Karibik unter Wert zu verkaufen.

(old/sid)
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