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Staatsanwaltschaft ermittelt
Fall Ekeng: Verdacht auf Totschlag

Große Trauer um Patrick Ekeng
Große Trauer um Patrick Ekeng FOTO: dpa, rg mr
Bukarest. Die Staatsanwaltschaft Bukarest hat am Donnerstag Ermittlungen gegen den Arzt, der Kameruns Fußballer Patrick Ekeng am 7. Mai erstversorgt hatte, eingeleitet. Dem Mediziner wird unterlassene Hilfeleistung und Totschlag vorgeworfen.

Ekeng war während eines Meisterschaftsspiels in Rumänien auf dem Platz zusammengebrochen. Nach Angaben einer Augenzeugin aus dem Krankenwagen habe der Arzt keine Reanimationsmaßnahmen bei Ekeng auf dem Weg ins Krankenhaus durchgeführt. Offenbar mehren sich die Anzeichen, dass Ekeng hätte gerettet werden können, wenn nach dem eingesetzten Herzstillstand entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt worden wären.

Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler Ekeng wurde im Spiel gegen den FC Viitorul Constanta in der 63. Spielminute eingewechselt und brach nur sieben Minuten darauf ohne Fremdeinwirkung zusammen. Nach der Autopsie von Ekeng hatte das forensische Institut in Bukarest bekannt gegeben, dass der Profi unter einem vergrößerten Herzen, verdickten Herzwänden und missgebildeten Herzkranzgefäßen litt. Nach neuesten Erkenntnissen hätte er trotzdem gute Chancen gehabt, den Herzstillstand zu überleben.

(sid)
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