ManU hat Chelsea im Nacken: Ferguson wittert Verschwörung
zuletzt aktualisiert: 09.04.2007 - 18:18London (RPO). In der englischen Premier League gerät Spitzenreiter Manches United ins Straucheln und hat den FC Chelsea plötzlich hart im Nacken. ManU-Coach Sir Alex Ferguson wittert nach der 1:2-Pleite gegen Porthmouth sogar eine Verschwörung.
Der Teammanager der Red Devils sah in der Ansetzung der Begegnung zwischen Chelsea und den Tottenham Hotspurs (1:0) am Ostersamstag zur Mittagszeit eine Wettbewerbsverzerrung im wieder offenen Kampf um den Titel in der Premier League.
"Wenn Chelsea am Sonntag gegen Tottenham gespielt hätte, dann hätten sie immer noch zwei volle Tage Regeneration vor dem Champions-League-Spiel in Valencia gehabt. So hatte Tottenham nur 39 Stunden Pause. Es sieht so aus, als wären die Verantwortlichen in der Liga froh darüber, Chelsea mehr Zeit zur Erholung zu geben als den Spurs", sagte Ferguson, den die offenbar guten Kontakte der Blues zu den Premier-League-Bossen "nicht überraschen."
Chelsea-Coach Jose Mourinho, der Andrej Schewtschenko und den deutschen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack gegen die Spurs mehr als 70 Minuten auf der Bank schmoren ließ, goss zusätzlich Öl ins Feuer. "Wir haben nur unseren Job gemacht. Nur weil wir die Ansetzungen kontrollieren, hatten wir am Samstag die Chance, vor United zu spielen. Und weil wir den Spielplan kontrollieren, konnten wir die große Chance nutzen, den Abstand zu verkürzen", konterte der exzentrische Mourinho.
Dass Chelsea erstmals seit vier Monaten wieder Meisterluft schnuppert, hatte sich "ManU" aber selbst zuzuschreiben. Vor allem der niederländische Torhüter Edwin van der Sar erwischte beim 1:2 in Portsmouth einen rabenschwarzen Tag. Der Schlussmann verschuldete sowohl den Führungstreffer der Gastgeber durch Matt Taylor (30.) als auch das 2:0 einen Minute vor dem Ende, als van der Sar einen Rückpass von Rio Ferdinand verfehlte und der Ball in Manchesters Tor rollte. John O'Shea gelang für den Tabellenführer, der erstmals seit dem 21. Januar wieder ein Punktspiel verlor, in der Schlussphase nur noch der Anschlusstreffer.
Nun läuft alles auf ein Endspiel um die Meisterschaft am 9. Mai hinaus. Dann muss "ManU" zum Showdown an die Stamford Bridge. "In diesem Spiel können sie die Meisterschaft verlieren", stichelte Mourinho, der mit seinem Team vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League am Dienstag in Valencia gegen Tottenham den achten Premier-League-Sieg in Folge ohne Gegentor feierte.
Portsmouth schien den Überraschungs-Coup aber zu ausgiebig gefeiert zu haben und verlor am Ostermontag beim Tabellenletzten FC Watford, der damit den ersten Sieg seit mehr als zwei Monaten feierte, mit 2:4.
Hinter dem Spitzenduo hat der FC Arsenal mit dem deutschen Nationaltorwart Jens Lehmann im Rennen um Platz drei weiter an Boden verloren. Die "Gunners" mussten am Wochenende gegen Abstiegskandidat West Ham United mit 0:1 ihre dritte Niederlage in Folge hinnehmen und kamen auch am Ostermontag nur zu einem 0:0 bei Newcastle United.
Mit 56 Punkten haben die Gunners vier Punkte Rückstand auf den Tabellendritten FC Liverpool, der sich beim FC Reading mit 2:1 durchsetzte. Da die Bolton Wanderers (54) beim 1:1 im Verfolger-Duell gegen den FC Everton (51) ebenfalls nur einen Punkt holten, verteidigte Arsenal den begehrten vierten Platz mit zwei Zählern Vorsprung bei einer weniger ausgetragenen Partie und hat damit weiter beste Chancen.
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