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Fußball-Weltverband
Fifa bleibt ein Sumpfgebiet

FIFA bleibt ein Sumpfgebiet
Markus Kattner ist entlassen worden. FOTO: dpa, wb cgr bjh lb
Meinung Übermorgen feiert die Fußballwelt einen großen Jahrestag. Vor genau zwölf Monaten holten Schweizer Fahnder führende Fifa-Funktionäre im Morgengrauen aus ihren Betten im Züricher Nobelhotel "Baur au Lac". Es war der Auftakt für denkwürdige Enthüllungen, die selbst die bangsten Ahnungen noch übertrafen. Inzwischen spült es im Monatstakt die ganz Großen im Fifa-Apparat aus ihren Ämtern. Sogar den scheinbar ewigen Sepp Blatter hat es erwischt. Von Robert Peters

Das hört sich an wie eine Fülle guter Nachrichten. Und schon gibt es Menschen, die glauben, dass der Weltverband aus seiner größten Krise gereinigt und gelüftet hervorgehen kann.

Nicht erst seit gestern sind daran massive Zweifel erlaubt. Zunächst bewies der vermeintliche Saubermann an der Spitze, der neue Präsident Gianni Infantino, dass er zu ähnlich seltsamen Machterhaltungsmitteln wie sein unsäglicher Vorgänger Blatter greifen kann. Nach lautem Jubel über Reförmchen, die zu mehr Transparenz führen sollen, ließ er sich schnell mal genehmigen, das vermeintlich unabhängige Aufsichtspersonal selbst bestimmen zu dürfen.

Und nun steht ein anderer Saubermann am Pranger. Markus Kattner folgte als Interims-Generalsekretär auf den tief in allerlei schlimme Dinge verstrickten Jerome Valcke. Aber auch Kattner soll über Jahre in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Eine weitere bestürzende Nachricht. Mal sehen, was noch kommt.

Quelle: RP
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