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Missglückter Auftritt
Fifa-Boss Hayatou schläft auf Pressekonferenz ein

Fifa: Interimspräsident Issa Hayatou schläft auf Pk in Zürich ein
Schlaflose Nächte scheinen die Ereignisse rund um die Fifa ihrem Präsidenten Issa Hayatou zu bereiten. FOTO: dpa, wb ak sam
Zürich. Auf einer Pressekonferenz des Fußball-Weltverbandes in Zürich ist Fifa-Interimspräsident Issa Hayatou nicht vom FBI, sondern von der Müdigkeit übermannt worden.  Von Jessica Balleer

Das Edelhotel "Baur au Lac" scheint für Fifa-Funktionäre in diesen Tagen keine Oase der Ruhe zu sein. Das liegt weniger an den Betten, sondern vielmehr am Druck der amerikanischen FBI-Ermittler, die erneut Funktionäre wegen des Verdachtes auf Korruption festnahmen. Auch dem derzeitigen Fifa-Präsidenten Issa Hayatou (69), auch wenn gegen ihn nicht ermittelt wird, haben die aktuellen Ereignisse offensichtlich schlaflose Nächte bereitet. Der Kameruner legte bei der Pressekonferenz des Fußball-Weltverbandes einen ziemlich missglückten Auftritt hin.

Bereits in seiner Ansprache an die Pressevertreter wirkte Hayatou kraftlos, lustlos, ausgezehrt. Er schaute während der siebenminütigen Rede nicht ein einziges Mal von seinem Zettel auf. Ausgerechnet, als Francois Carrard dann an das Mikrofon trat, um über die neuen Reformpläne zu informieren, passierte es: Vor der gesamten Weltpresse schlief der 69-jährige Hayatou ein und versuchte später sogar, sich herauszureden.

Ein britischer Journalist des TV-Senders "BBC" konfrontierte Hayatou mit der Frage, ob er nach seiner Rückenoperation überhaupt in der Lage sei, das Amt auszuüben: "Sie sind während der Präsentation eingeschlafen", sagte der Journalist zum Issa Hayatou. Der Interimspräsident wehrte den Vorwurf ab. Auf seine gesundheitliche Situation angesprochen, redete sich der 69-Jährige heraus. "Ich hatte leichte Probleme, aber im Februar gibt es ja einen neuen Präsidenten."

Bis dahin bleibt einiges zu tun. "Zusammen wollen wir die Fifa in eine bessere Zukunft führen", hatte Hayatou zuvor in seiner Rede gesagt. Im Februar wird ein neuer Fifa-Präsident gewählt. Um Reformziele in die Wege zu leiten, sollte Hayatou zumindest in den verbleibenden zwei Monaten versuchen, hellwach zu bleiben.

 

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