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Fifa-Kongress
Sofortige Vorvergabe der WM 2026 vom Tisch

Fifa-Kongress: Sofortige Vorvergabe der WM 2026 vom Tisch
Mit in Bahrain dabei: Reinhard Grindel. FOTO: dpa, gki axs fdt
Manama. Die sofortige (Vor-)Vergabe der Fußball-WM 2026 an die USA, Kanada und Mexiko am Donnerstag in Manama ist vom Tisch. Das Fifa-Council will weiteren Bewerbern bis zum 11. August Zeit einräumen, ihr Interesse zu äußern.

Eine Entscheidung soll dann beim Kongress 2018 in Moskau fallen. Den Rats-Beschluss muss der diesjährige Kongress in Bahrains Hauptstadt noch absegnen.

"Ich habe durchaus Sympathie für die Bewerbung der drei Verbände und denke auch, dass sie am Ende sehr gute Chancen haben wird", hatte Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), im Vorfeld der Council-Sitzung gesagt.

Fragen und Antworten zum Fifa-Kongress in Bahrain

16 WM-Startplätze für Europa ab 2026

Allerdings bleibt der Verbund der drei Länder auch ohne Vorvergabe der haushohe Favorit für die Ausrichtung des Turniers, das erstmals mit 48 statt 32 Teilnehmern gespielt werden wird. Bei der "Mega-WM" 2026 spielen 16 Nationen aus Europa um den Titel. Zudem wird ein neues Qualifikations-Turnier eingeführt, dass den in Deutschland unbeliebten Confed Cup ersetzen könnte.

Die Uefa erhält drei "Slots" mehr als beim bisherigen WM-Format mit 32 Mannschaften, das 2018 in Russland und 2022 in Katar noch Bestand haben wird. Der afrikanische Kontinentalverband CAF stellt ab 2026 neun (bisher fünf), die asiatische AFC acht (4,5) WM-Starter. Die amerikanischen Verbände CONCACAF und CONMEBOL stellen je sechs Teilnehmer (3,5 und 4,5), aus Ozeanien (OFC) kommt ein weiterer direkter Starter (bisher 0,5).

Die übrigen beiden Plätze sollen in einem Play-off-Turnier unter sechs Nationen ausgespielt werden. Hierfür entsendet jede der sechs Konföderationen außer der Uefa ein Team, die sechste Mannschaft kommt aus der Konföderation des Gastgeberlandes.

"Das Play-off-Turnier könnte in Zukunft als Ersatz für den Confed-Cup und als eine Art Generalprobe für die WM ausgetragen werden", sagte Grindel: "Aber es bleibt abzuwarten, in welchem genauen zeitlichen Rahmen in dem Ausrichterland gespielt werden soll."

(sid)
 
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