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Sperren bleiben bestehen
Fifa lehnt Einsprüche von Blatter und Platini ab

Reaktionen: "Rote Karte für Blatter und Platini"
Reaktionen: "Rote Karte für Blatter und Platini"
Zürich. Fifa-Präsident Joseph S. Blatter und Uefa-Präsident Michel Platini bleiben von der Fifa gesperrt. Vor allem für Platini ist das ungünstig.

Der erste Konter von Joseph S. Blatter und Michel Platini hat seine Wirkung verfehlt. Der zukünftige ehemalige Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa und der Mann, der ihm am 26. Februar 2016 im Amt nachfolgen möchte, bleiben gesperrt - und damit von allen Fußball-Aktivitäten, wie es so schön heißt, vorerst ausgeschlossen. Am 5. Januar 2016 läuft die Sperre ab, eine Verlängerung um 45 Tage ist allerdings nicht ausgeschlossen.

Blatter (79) und der ebenfalls suspendierte Uefa-Präsident Platini (60) hatten gegen ihre derzeit laufende Sperre von 90 Tagen Berufung eingelegt. Die Berufungskommission unter der Leitung von Larry Mussenden von den Bermudas bestätigte am Mittwoch aber die Entscheidung der Fifa-Ethikkommission. Die Fifa-Berufungskommission habe "die Einsprüche in Gänze abgelehnt", teilte die Fifa mit.

Das ist Michel Platini FOTO: afp, VH/nb

Der Weltverband stellte allerdings klar, dass das Verfahren der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission noch nicht abgeschlossen sei - die vorläufigen Sperren könnten demnach weiter "bestätigt, widerrufen oder abgeändert" werden. Vor allem Platini sind aber vorerst weiter die Hände gebunden: Er darf keinen Wahlkampf machen, ob er als Kandidat für die Fifa-Präsidentenwahl nachrücken darf, ist ungewiss.

Blatter und Platini waren am 8. Oktober provisorisch und jeweils für 90 Tage gesperrt worden. Grund dafür ist unter anderem eine dubiose Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken (1,8 Millionen Euro). Diese hatte Platini im Februar 2011 von Blatter erhalten, angeblich für Platinis Beratertätigkeit im Zeitraum von 1998 bis 2002. In der Fifa-Bilanz tauchte diese Summe aber nicht auf.

Beide bestreiten die Vorwürfe und verweisen auf die Rechtmäßigkeit der Zahlung. Ihnen droht aber weiter die statutengemäße Verlängerung der provisorischen Sperre um 45 Tage, sollten die Vorwürfe nicht entkräftet werden. Platini könnte in diesem Fall nicht an der Wahl zum Fifa-Präsidenten teilnehmen. Als Kandidat nachrücken kann er nur, wenn er nicht mehr suspendiert ist.

(sid)
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