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Fifa-Präsident
Neue Vorwürfe gegen Infantino

Porträt: Infantino - neuer Fifa-Präsident
Porträt: Infantino - neuer Fifa-Präsident FOTO: dpa, hm
Berlin. Gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino sind neue Vorwürfe wegen einer angeblich unsauberen Amtsführung erhoben worden.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, gibt es ein internes Dokument beim Fußball-Weltverband über mehrere Verfehlungen des Schweizers. Dabei geht es um Flüge in Privatjets, Extra-Leistungen und Verstöße bei der Einstellung von Personal hinsichtlich des Ethik-Codes. Die Fifa verzichtete zunächst auf eine weitergehende Stellungnahme.

Zuletzt hatte es schon Berichte gegeben, wonach Infantino womöglich Ärger vonseiten der Ethikkommission drohe, sogar von einer provisorischen 90-Tages-Sperre war die Rede.

Bei den Anschuldigungen geht es unter anderem um einen Besuch Infantinos zu den WM-Gastgebern Russland (2018) und Katar (2022), die er nicht per Linienflug sondern im Privatjet zurückgelegt habe. In den Dokumenten soll es um einen Gegenwert der Reise zwischen 115.000 und 150.000 Dollar gehen. Wer die Reise finanziert hat, sei unklar.

Aufgeführt werden zudem von Infantino extra in Anspruch genommene Leistungen wie etwa ein zusätzliches Auto sowie Einrichtungs-Gegenstände in seinem Fifa-Appartement, die Kosten von mehreren zehntausend Schweizer Franken verursacht haben sollen. Die Fifa betonte gegenüber der FAZ, dass alles den Regularien entspreche.

In Sachen Personal-Einstellungen soll es mitunter nicht zu einer vorherigen Integritätsprüfung gekommen sein, was die Fifa laut FAZ zurückwies. Dabei ging es etwa um den früheren Weltfußballer Luis Figo, der zur Entwicklungskommission gestoßen ist. Zuvor war bereits berichtet worden, dass auch die neue Generalsekretärin Fatma Samoura nicht vorher geprüft worden sei.

(dpa)
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